Hochzeit
Das Ja-Wort planen
Hochzeit: Das Ja-Wort planen
Der schönste Tag im Leben muss im Vorfeld gut organisiert werden. FOTO: © istockphoto.com
Den Entschluss, das Leben gemeinsam zu gestalten, wollen die meisten Paare ausgiebig feiern. Familie, Freunde und Verwandte sollen dabei sein und der Tag ein unvergessliches Erlebnis sein. Von Dominique Schroller

"Der Trend geht zur Individualität. Dazu braucht es kein Märchenschloss und kein Prinzessinnenkleid. Viel wichtiger ist, dass sich das Paar in der Gestaltung und im Ablauf des Tages wiederfindet und seine eigene Handschrift einbringen kann", sagt Hochzeitsplanerin Mandy Pomplun-Mesters.

Frühzeitig planen

Mindestens ein Jahr sollte sich das Brautpaar für die Vorbereitungen Zeit nehmen. In einem gemeinsamen Gespräch sollten zunächst beide ihre Vorstellungen von dem Fest einbringen, sich auf eine Jahreszeit für das Ja-Wort einigen und überlegen, welches Budget zur Verfügung steht. "Denn eine Hochzeit mit 100 Gästen für 5000 Euro ausrichten zu wollen, das funktioniert nicht", sagt Mandy Pomplun-Mesters. Sie rät, das Fest zu verschieben, wenn es finanziell nicht passt oder die Partner sich nicht auf Kompromisse bei der Gestaltung einigen können. "Dann sind andere Dinge vielleicht gerade wichtiger."

Der richtige Ort

Wenn Braut und Bräutigam sich entschieden haben, ob sie lieber stilvoll auf einem Schloss oder eine ländlich-rustikale Party feiern wollen, beginnt die Suche nach einer geeigneten Lokation. "Viele Paare machen den Fehler, dass sie zuerst ein Datum festlegen und den Termin gleich mit Kirche und Standesamt abstimmen. Sie haben anschließend oft große Schwierigkeiten, an diesem Tag einen geeigneten Raum für das Fest zu finden", sagt die Expertin. Sie empfiehlt, sich mehrere Orte anzusehen, verschiedene Angebote zu vergleichen und beim Abwägen der Vor- und Nachteile auch das Bauchgefühl miteinzubeziehen. "Eine Hochzeit ist hochemotional. Das Paar sollte sich gut betreut und aufgehoben fühlen."

Die Zeremonie

Die Wahl der Lokation gibt dem Fest den Rahmen. "Damit lege ich fest, ob und wo ich standesamtlich, kirchlich oder in einer freien Zeremonie heirate. Das Brautkleid sollte ebenso wie die Dekoration auf das jeweilige Ambiente abgestimmt sein", betont Mandy Pomplun-Mesters. Nach ihren Erfahrungen sind traditionelle Trauungen nach wie vor gefragt.

"Die meisten wünschen sich den kirchlichen Segen und betrachten die klassische Eheschließung auf dem Standesamt eher als bürokratischen Akt."

Die Trauzeugen

Neben einer schönen Lokation, gutem Essen und einer gelungenen Zeremonie, kommt auch den Trauzeugen bei den Vorbereitungen eine zentrale und wichtige Rolle zu. Rechtzeitig ausgewählt, können sie dazu beitragen, dass das Brautpaar seinen Tag genießt.

"Es braucht jemanden, der im Vorfeld beispielsweise die verschiedenen Spiele und Gags für den Abend koordiniert und am Tag selbst die Gäste platziert, Kirchentexte verteilt oder die Geschenke entgegen nimmt."

Die Sitzordnung

Wer mit wem am Tisch sitzt – dieses Thema kann zu heftigen Diskussionen führen. Viele Regeln sind inzwischen variabel, grundsätzlich gilt jedoch immer noch: die Eltern des Paares gehören mit an den Brauttisch. Braut und Bräutigam sollten möglichst nicht am Kopfende sitzen, sondern so platziert sein, dass sie alle Blicke auf sich ziehen. Die weitere Anordnung ist als Rangfolge zu verstehen. Je näher ein Gast an den Brauttisch heranrückt, umso höher ist er geschätzt. Bei der Zuordnung zu einzelnen Tischen empfehlen sich Interessengemeinschaften wie Freundeskreis, Sportverein, Arbeitskollegen. Wer bunt mischt, muss sich sicher sein, dass die Gesellschaft Spaß versteht.

 

Quelle: RP
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