| 00.00 Uhr
Sicher durchs Internet
Datenspäher aussperren
Sicher durchs Internet: Datenspäher aussperren
Sein Wissen über Datenschutz und Sicherheit im Internet kann testen, wer sein Smartphone mit der RP alive-App über dieses FOTO: istockphoto
Viren, Spyware, Phishing – und Facebook ist auch nur ein riesiger Datenkrake? Kann man sich und seine Daten heute überhaupt noch schützen? Ja, kann man: Von Michael Schreckenberg

Mauern, Virenjäger, Passworte

Die Grundlagen des eigenen Datenschutzes sind eine "Firewall" – also ein Programm, das den Rechner vor unerlaubtem Zugriff von außen schützt – und ein Viren- und Spywarejäger, der Schadprogramme findet und entfernt. Ein Computer mit vorinstalliertem Betriebssystem enthält üblicherweise auch eine Firewall. Es gibt auch gute externe Firewallprogramme, die Einstellung verlangt aber meist einiges an Wissen und Können. Preiswerte oder kostenlose Virenjäger gibt es im Internet, sehr beliebt und gut bewertet: "avast! Antivirus".

Wichtig ist, dass Firewall und Virenjäger stets aktuell sind, veraltete Programme sind Einfalltore für Schäden aller Art. Für viele Aktionen – lokal am Rechner und im Internet – braucht man Passworte. Die Namen der Liebsten bieten schon lange keinen Schutz mehr, Standard sind heute lange Kombinationen aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Um sich eine solche Kombination auszudenken und zu behalten bietet sich ein Passwortsatz an, zum Beispiel: "Ich kaufe heute im Supermarkt Gemüse für acht Euro ein" ergibt das starke Passwort: IkhiSGf8™e. Es ist ratsam, unterschiedlich Passworte für verschiedene Bereiche zu nutzen – aber nie mehr, als man sich merken kann. Wer seine Passworte als Gedankenstütze notieren muss, sollte das ganz altmodisch mit Stift und Papier tun, nicht als Dokument auf dem Rechner.

E-Mails und mehr

Der erste Schritt ins Internet ist der Browser. Da bietet sich an, verschiedene Browser auf dem Rechner zu haben – neben den Standardprogrammen etwa "Mozilla Firefox", "Opera" und "Google Chrome" – und zu nutzen. Der Browser sollte so eingestellt sein, dass er den Pufferspeicher, den "Cache", und kleine Programme, die einzelne Websites automatisch auf den Rechner laden ("Cookies"), beim Verlassen wieder löscht. Diese Einstellung muss der Nutzer selbst vornehmen, sie sind von Browser zu Browser unterschiedlich, aber meist leicht zu finden und zu bedienen.

Die meisten Angriffe auf Daten und Sicherheit kommen via E-Mail. Es empfiehlt sich, mehrere E-Mail-Adressen für verschiedene Bereiche zu unterhalten. Die kostenlosen Mailanbieter im Internet sind zahlreich. Wann immer eine Mail aus einer unbekannten Quelle kommt, ist Misstrauen angebracht. Auf gar keinen Fall Anhänge einer solchen Mail öffnen, denn sie enthalten oft Schadprogramme.

Niemals sollte man Passworte und andere sensible Daten in ein E-Mail-Formular eingeben. Auch wenn zum Beispiel die – vermeintlich – eigene Bank zur Bestätigung des Online-Zugangs via Link aufruft, ist Vorsicht angesagt. Oft führen diese Links nur scheinbar auf die Seite der Bank, in Wirklichkeit sammeln im Hintergrund kriminelle Daten ("Phishing"). Sicherer ist, die Internetadresse in das Adressfenster stets selbst einzugeben – dann weiß man, wo man landet.

Soziale Netzwerke

Plattformen wie Stayfriends, Xing, Facebook und Co. sind eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und zu halten. Nur sollte klar sein: Die Unternehmen wollen etwas dafür – Daten. Wer in sozialen Netzwerken unterwegs ist, nimmt in Kauf, dass die Netzwerkbetreiber einen Teil seiner Daten nutzen. Wie groß dieser Teil ist, und vor allem, ob andere Netzwerkteilnehmer sie auch sehen und nutzen können, sollte man aber steuern.

Alle sozialen Netzwerke bieten die Möglichkeit, die "Privatsphäre" einzustellen. Diese Einstellungen sollte jeder Nutzer regelmäßig überprüfen. Die Anbieter, besonders Facebook, ändern sie oft.

 

Quelle: rps
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung.
Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.


Melden Sie diesen Kommentar