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Gestalten
Geschmackvolle Kinder(t)räume
Gestalten: Geschmackvolle Kinder(t)räume
Die Bedürfnisse der Kinder ändern sich, die meisten Möbelhersteller berücksichtigen das. So lässt sich etwa der Wickeltisch in eine Kommode umbauen. Mehr zum Kinderzimmer sieht, wer sein Handy mit der RP alive-App über das Foto hält. FOTO: © istockphoto.com/simon zupan/yayayoyo
Farben helfen, das Kinderzimmer zu strukturieren. Mehr! gibt Tipps zur Einrichtung. Von Birthe Rosenau

Es sind die ersten eigenen vier Wände, und natürlich sollte ein Kinderzimmer vor allem nach Geschmack und Bedürfnissen des Bewohners eingerichtet sein. "Kindermöbel sind heute allerdings oft subtiler und fürs erwachsene Auge angenehmer und anmutiger gestaltet", sagt Innenarchitekt Oliver Beil. Der Markt wächst enorm.

Das bestätigt auch Innenarchitektin Andrea Fliß: "Bei etwa der Hälfte meiner Projekte handelt es sich um die Gestaltung von Kinderzimmern." Cocooning, der Trend, sich ins Privatleben im eigenen Zuhause zurückzuziehen, mache auch vor den Räumen der Jüngsten nicht Halt, erklärt Oliver Beil.

Bereiche definieren Schlafen, Anziehen, Spielen, Lernen – alles hat seine Zeit. Und alles sollte im Zimmer einen eigenen Funktionsbereich bekommen. "Liegt mein Kind auf der Wickelkommode, muss ich mit einem Griff an die Kleidung kommen", verdeutlicht Andrea Fliß. Mit der entsprechenden Farbgestaltung können aber auch bestimmte Stimmungen erzeugt werden. So empfiehlt die Düsseldorferin, den Schlafbereich dunkler und dezenter zu gestalten. "Damit das Kind eine Möglichkeit hat, zur Ruhe zu kommen."

Gestalten mit Konzept Eine klare Linie sollte im Kinderzimmer erkennbar sein. Das können Themen sein wie Piraten oder Pferde, aber auch verschiedene Farbakzente. Innenarchitektin Andrea Fliß rät zu einem Zwei-plus-Eins-System: "Zwei Farben, etwa Lila und Weiß, dazu ein Akzent, zum Beispiel Grün", erklärt die Expertin.

Tapeten, Sticker und Tattoos Auf dem Markt gibt es eine Flut an bunt gemusterten Tapeten, Wandstickern und Tattoos. Derzeit gefragt ist laut Fachmann Oliver Beil das Retro-Design. Die 70er-Jahre-Tapete finde sich in Kinderzimmern genauso wie im Erwachsenenbereich.

Mitwachsendes Kinderzimmer Die Bedürfnisse der Kinder ändern sich. Babys und Kleinkinder brauchen vor allem Geborgenheit (durch reduzierte Farben und Formen) und Stimulation (etwa durch ein Mobile). Ganz wichtig: Bis zum Alter von etwa acht Jahren spielen Kinder gern auf dem Fußboden. Daher ausreichend Platz einplanen. "Schulkinder brauchen ihr Zimmer als Raum für Individualität, Spiel und Rückzug", weiß Andrea Fliß. Letzteres gewinnt für Teenager noch einmal an Bedeutung.

Alles in Ordnung Die Flut an Spielsachen wächst mindestens so schnell wie das Kind. Daher sollten Eltern von Anfang an genug Stauraum einplanen. Mit bunten Kisten können auch die Kleinsten schon selbst Ordnung halten.

Persönlich und individuell Was für Vorlieben das Kind einmal haben wird, ist im Babyalter natürlich schwer erkennbar. Dennoch plädiert Andrea Fliß von Anfang an für Individualität. "Das kann ein Handabdruck des Kindes sein oder sein Name als Wandtattoo."

Immer im rechten Licht Die Deckenlampe sollte alles gut ausleuchten. "Die Leselampe am Bett darf nicht zu hell sein und sollte gemütliches Licht machen", sagt Fliß. Wichtig ist ein Arbeitsplatz mit guter Leuchte. Bei allen Regeln rät Oliver Beil Eltern: "Hören Sie auf Ihren Geschmack, Ihr Herz und Ihr Gefühl."

Quelle: RP
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