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Vier Fallen bei der Initiativbewerbung

Mehr! Karriere: Vier Fallen bei der Initiativbewerbung
FOTO: dpa-tmn
Mancher ergreift lieber selbst die Initiative, anstatt auf eine passende Stellenausschreibung zu warten. Das ist richtig, sagen Experten. Vier Fallen sollten dabei aber vermieden werden. Von Steffen Trumpf

Warum auf eine passende Stellenanzeige warten? So denken einige und verschicken Initiativbewerbungen. Bei Jüngeren können sie schneller zum Ziel führen als bei Leuten in höheren Positionen.

Die Erfolgsaussichten. "Für Newcomer oder Leute, die ein bisschen ungewöhnlichere Lebensläufe haben, hat eine solche Bewerbung ganz gute Erfolgsaussichten", sagt Karriereberater Jürgen Zech. Es gebe allerdings vier Fallen, die Initiativbewerber unbedingt umgehen sollten.

Falle Nummer eins: Keinen Plan vom Unternehmen haben. Viele informieren sich vorab nur grob über das Unternehmen und schicken dann eine pauschale - und damit meist erfolglose - Bewerbung an die Firma. "Einfach zu sagen, die Firma finde ich klasse, weil sie Daimler oder Siemens heißt, reicht nicht", sagt Zech. Vorher sollten Bewerber genau schauen, wo sie im Unternehmen mit ihren Fachgebieten und Erfahrungen hinpassen, und sich damit auf eine Position bewerben.

Falle Nummer zwei: Anonym bewerben. Erfolglos bleiben Initiativbewerbungen, wenn sie an keine bestimmte Person in der Fach- oder Personalabteilung adressiert sind. Zech rät deshalb, vorab telefonisch Kontakt aufzubauen. "Dann kann man seine Unterlagen gezielt hinschicken und schon vorher abschätzen, ob sich eine Bewerbung überhaupt rentiert." Später können sich Bewerber auf das Gespräch beziehen - und sie haben einen Namen, den sie anschreiben können.

Falle Nummer drei: In der E-Mail-Flut untergehen. Niemals die Bewerbung an die typische info@-Adresse schicken - "da landen täglich Hunderte Mails, da geht man unter", sagt Zech. Deshalb gilt auch hier: konkret eine Person in Fach- oder Personalabteilung anschreiben.

Falle Nummer vier: Offene Stellen übersehen. Gibt es Stellen in der Firma, die ausgeschrieben und lukrativ sind? Dann am besten direkt darauf bewerben, rät Zech. "Wenn man aber nicht genau passt, ist es besser, sich initiativ zu bewerben."

Quelle: RP