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Mehrgenerationen-Urlaub
Familienurlaub mit viel Aussicht auf Harmonie

 Mehrgenerationen-Urlaub: Familienurlaub mit viel Aussicht auf Harmonie
Mit der ganzen Familie zu verreisen, liegt im Trend FOTO: soul/thinkstock
Immer häufiger fahren die Großeltern mit dem Rest der Familie in die Ferien. Damit sich Oma, Opa, Kinder und Enkel im Mehrgenerationenurlaub gut verstehen, sollte jeder aber auch mal Zeit für sich haben und sich zurückziehen können. Von Brigitte Bonder

Früher verreiste die deutsche Durchschnittsfamilie ganz traditionell mit Mama, Papa und zwei Kindern, heute gibt es die unterschiedlichsten Konstellationen. Immer häufiger fahren Singles samt Nachwuchs und Mutter in die Ferien, oder die Großeltern planen ihren Urlaub allein mit den Enkeln. Auch die moderne Patchwork-Familie stellt neue Ansprüche an die Veranstalter.

Oma als mobiler Kinderclub

Wer vor zehn Jahren die Großmutter mit in den Campingurlaub nahm, wurde von den anderen Gästen oft auf diese besondere Reisekombination angesprochen. Dabei war es doch auch damals schon überaus praktisch.

Die Enkel spielten sowieso am liebsten mit der Oma, die Eltern konnten viel freie Zeit genießen, und die Großmutter bereiste im hohen Alter noch halb Europa.

Heute ist so ein Mehrgenerationenurlaub für viele Familien völlig normal, denn die meisten Rentner sind deutlich rüstiger als früher, haben ihr Leben lang die ganze Welt entdeckt und möchten auch im Alter nicht zu Hause bleiben.

"Die Senioren von heute sind fit, neugierig und reiselustig", weiß Axel Hübner, Produktmanager für Familienreisen beim Veranstalter Neckermann Reisen. "Sie fahren gern mit ihren Kindern und Enkeln in die Ferien und genießen die gemeinsame Zeit."

Dass sie dabei gelegentlich als mobiler "Kidsclub" fungieren, passt ihnen oftmals sehr gut. "Die Betreuung der Kinder ist zwar in jedem guten Familienhotel gewährleistet, aber natürlich ist es für alle Reisenden viel schöner, wenn sich die Großeltern um die Kleinen kümmern", ergänzt der 64 Jahre alte Familienvater.

Familienzusammenführung im Club

Es liegt absolut im Trend, Urlaub mit der ganzen Familie über mehrere Generationen hinweg zu machen. Da verbringen die weit verstreut lebenden Kinder und Enkel ein gemeinsames Wochenende mit den Großeltern an der Ostsee oder feiern einen runden Geburtstag in der urigen Almhütte.

Oft lädt die älteste Generation sogar zur Reise ein, um etwas gemeinsam mit dem Nachwuchs zu erleben. Hinzu kommt, dass Großeltern keine Greise sind: "Oft sind sie Mitte 50, und das gefühlte Alter ist noch jünger", sagt Hans Schäfer von Robinson.

Beim Mehrgenerationenurlaub im Club komme ihnen das breite Freizeitangebot entgegen: "Sie können golfen, Bogen schießen oder gehen in den Spa." Gerade das sei der Vorteil: Jeder könne etwas für sich machen, aber immer auch etwas gemeinsam.

"Im Restaurant gibt es bei uns Achter-Tische, da können auch größere Familien zusammen sitzen", sagt Schäfer. "Oma kann morgens mit den Frühaufstehern vorgehen, und der Rest der Familie kommt später nach." Auch Kinder profitieren vom Urlaub im Ferienclub. Hier können sie jederzeit mit Gleichaltrigen Fußball spielen oder am Pool toben.

Die Ausstattung stimmt

Alternativen zu den weitläufigen Clubanlagen sind Familienhotels mit großem Wellnessbereich, Spielmöglichkeiten und dem passenden Zimmerangebot. Verreisen gleich drei Generationen gemeinsam, werden Apartments mit mehreren Schlafzimmern nachgefragt.

Hier trifft sich die Familie oft im Wohnbereich, und doch kann sich jeder in sein eigenes Zimmer zurückziehen. "Bei der Unterbringung sind die Gäste anspruchsvoller geworden, oft führen die Mehrgenerationenreisen in Vier- oder Fünf-Sterne Hotels", erklärt Axel Hübner.

Damit es keine bösen Überraschungen gibt, hat Neckermann Reisen sogar Skizzen der Zimmer in den Familienkatalog mit aufgenommen: "Wenn alle Familienmitglieder schon im Vorfeld die Wohnsituation kennen, wird ohne Risiko gebucht."

Quelle: RP