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Genuss pur
Wohin zur Weinprobe
Genuss pur: Wohin zur Weinprobe
Eine beschauliche Wanderung durch die Weinberge machen und danach beim Winzer einkehren: Das geht zum Beispiel an der Mosel, in Wien, in der Südsteiermark, in Franken und in Bozen. FOTO: Romantischer Rhein Tourismus Gmb
Wenn die Weinlese beginnt, locken Jahrgangspräsentationen der Spitzenweine und gemütliche Feste mit frischem Federweißen, neuem Sturm oder Sauser in die zahlreichen Weingebiete Europas. Jede Region hat ihre ganz eigenen Höhepunkte.

Fünf Tipps für Weinliebhaber, wohin sich in deutschsprachigen Gebieten im Herbst eine Reise lohnt, hat unsere Autorin Brigitte Bonder zusammengestellt.

Mosel – Die steilsten Weinhänge der Welt Südlich der Eifel schlängelt sich die Mosel von Trier nach Koblenz an steilen Weinbergen und urigen Weinorten vorbei. In Zeltigen, Bernkastel-Kues und Zell wird im Herbst fast jedes Wochenende der frische Federweißer gefeiert, Traben-Trarbach lockt mit Führungen durch die historischen Weinkellergewölbe der Stadt. Aus den berühmten Lagen wie dem Ürziger Würzgarten oder Erdener Treppchen rund um die weiß leuchtenden Sonnenuhren stammen beste, mineralische Weißweine, besonders Riesling und die alte Rebsorte Elbling werden auf den Weingütern verkostet. Den steilsten Weinhang der Welt am Calmont können Geübte über einen Klettersteig mit 65 Prozent Steigung bezwingen. www.traben-trarbach.de

Wien – Einzige Hauptstadt mit Weinanbau Winzige Weingärten verstecken sich inmitten der österreichischen Hauptstadt, in der die über 2000-jährige Weinbautradition wieder auflebt. Der berühmte Grüne Veltliner wächst mit anderen Rebsorten am Schloss Schönbrunn und am Belvedere, gemeinsam werden die Rebsorten geerntet und zum "Gemischten Wiener Satz" verarbeitet. Junge Winzer haben sich am Kahlenberg, Bisam- und Nussberg angesiedelt und schenken ihre oftmals prämierten Weine in traditionellen Heurigenlokalen und modernen Design-Lounges aus. Die Weinschänken findet man in Grinzing und Jedlersdorf. Und immer dort, wo ein Föhrenbuschen ausgesteckt ist, gibt es den garantiert echten Wiener Wein. www.wien.info

Südsteiermark – Höchstes Weindorf Europas Endlose Reihen mit Rebstöcken überziehen die sanfte Hügellandschaft im Süden der Steiermark. Die hölzernen Windmühlen – die Klapotetze – vertrieben früher die Vögel, heute sind sie das Wahrzeichen des südsteirischen Weinlandes. Rund um Europas höchstgelegenen Weinort Kitzeck bringen Winzer beste, österreichische Weine hervor, besonders typisch sind Welschriesling und Morillon. Auf dem Weinlehrpfad bei Leibnitz lernen Wanderer die Rebsorten kennen, eingekehrt wird zu steirischen Gerichten mit Kürbiskernöl in kleine Heckenwirtschaften. www.sulmtal-sausal.at

Franken – Die Heimat des Bocksbeutels Das Markenzeichen des fränkischen Weinlandes ist die bauchig-runde Bocksbeutelflasche. Spritzige Weißweine wie Silvaner und Müller-Thurgau werden rund um Würzburg angebaut, mehr als 6500 Winzer servieren typisch fränkische Rebsäfte auf historischen Gütern und Schlössern oder in kleinen Straußwirtschaften. Historische, teils von alten Stadtmauern umgebene Weindörfer wie Iphofen am Schwanberg oder Sommerach locken ebenso in die Region wie die berühmte Mainschleife bei Volkach oder die historische Abtei Münsterschwarzbach. www.franken-weinland.de

Bozen – Die ältesten Weinlesetraditionen An den sonnigen Hängen des Bozner Talkessels drängen sich die Rebstöcke bis an die Landeshauptstadt Südtirols heran. Der "Bacchus Urbanus" bringt den Bozner Gästen die bereits aus der Antike bekannte Weinkultur näher, Winzer öffnen ihre Keller in der mediterranen Stadt. Im Herbst lebt der Jahrhunderte alte Brauch des Törggelen auf: Nach einer Wanderung kehren Erntehelfer und Gäste in urige Buschenschanken ein und genießen lokale Spezialitäten. Zu Schlutzern, Knödeln und Krapfen trinken Gäste Lagrein und St. Magdalener, die typischen Rotweine Bozens. www.bolzano-bozen.it

Quelle: ham
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