Obst und Gemüse aus dem Garten: Gesund und selbst geerntet
VON VERA STRAUB - zuletzt aktualisiert: 07.11.2012Immer mehr Menschen entdecken ihre Leidenschaft fürs Gärtnern und bevorzugen Obst und Gemüse aus biologischem Anbau.
Die Zahl der Hobbygärtner, die Obst und Gemüse am liebsten im eigenen Garten anbauen, wächst stetig – denn beim eigenen Gemüse weiß man genau, was drin steckt. Doch ein grüner Daumen ist kein Zufall. Erst eine gute Planung auf Basis der Jahreszeiten führt zu (m)essbaren Erfolgen.
Frühes Gemüse Radieschen, Salat, Spinat und Kohlrabi liefern nach dem langen Winter schnell Vitamine und Eisen und Kalium. Mit Kalzium und Phosphor unterstützt Kohlrabi den Wasserhaushalt im Körper, liefert wichtige Bausteine für den Aufbau von Knochen und Zähnen und regt den Energiestoffwechsel an. Saatgut für Radieschen gibt es im Garten-Fachmarkt, ebenso wie Jungpflanzen für Salat, Spinat und Kohlrabi – am besten aus ökologischer Erzeugung.
Sommerobst und -gemüse Die Beta-Carotin- und Vitamin A-haltigen Möhren, Rote Beete, die von allem ein bisschen liefert, aber auch kalorienarme Kürbisse für den Herbst bevölkern das Sommerbeet. Vor allem im Sommer bietet Obst eine ideale Ergänzung im heimischen Gemüsegarten. Reich an Vitamin C sind Apfelsinen, Erdbeeren, Grapefruit, Himbeeren und Papaya. Obst und Gemüse sollte möglichst schnell nach der Ernte verzehrt werden. Denn die für die menschliche Ernährung wichtigen Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe bauen sich nach und nach ab. Deshalb spricht auch vieles für heimisches Obst und Gemüse: Die Früchte können bis zur Reife am Baum oder Strauch bleiben und damit den vollen Geschmack entwickeln.
Herbstlicher Genuss Im Herbst werden im Rheinland und Umgebung vor allem die verschiedenen Kohlsorten geerntet. Kohl ist reich an Ballaststoffen, die ein anhaltendes Sättigungsgefühl vermitteln, die Verdauung fördern und so vor Darmerkrankungen schützen. Die Vitamine A, B, C und K sowie Kalzium, Magnesium und Kalium und die Spurenelemente Phosphor, Eisen und Mangan sind in erhöhtem Maße enthalten. Glukosinolate im Kohl haben eine antibiotische Wirkung und unterstützen den Körper bei seiner Entgiftung. Die Inhaltsstoffe aktivieren die körpereigene Abwehr, stärken das Immunsystem, bauen Entzündungen ab und unterstützen den Organismus beim Heilungsprozess.
Anbau-Tipps Kohl ist empfindlich und sollte mit Kulturschutznetzen, die einem Fliegengitter ähnlich sehen, abgedeckt werden. "Dabei ist es erforderlich, das Netz dicht am Boden anzubringen, dann hält es die meisten Schädlinge ab", sagt der Kaarster Biolandwirt Heinrich Hannen.
Vor allem Hobbygärtner, die ein Stück Rasen zum Beet umfunktionieren wollen, sollten in einen Schneckenzaun investieren. "Viele haben Ziergärten. Wo dauergrüne Flächen sind, gibt es auch Schnecken", sagt Hannen.
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