Dinslaken: Abriss Johannahaus: FDP wundert sich
zuletzt aktualisiert: 23.12.2008Dinslaken (RPO). Die Diskussion über den Abriss und anschließenden Neubau des Johannahauses durch die katholische Kirchengemeinde Sankt Vincentius hat die FDP-Fraktion mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Zumal in diesem Zusammenhang die Anmietung eines Teils des Neubaus durch die Stadt, um dort dem Stadtarchiv eine neue Bleibe zu geben, als sicher gehandelt werde. Die Liberalen erkennen „gewisse Parallelen zum angeblich notwendigen Abriss des neuen Stadthauses, mit anschließendem Umzug der technischen Verwaltung in den angemieteten Glaspalast. Seither zahle die Stadt dort einen Mietzins, der auf dem freien Markt in Dinslaken nicht annähernd erzielt werden könnte: Das betonten gestern Edgar Hellwig, Kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, und Fraktionsmitglied Volker Jenniches in einer Pressemitteilung.
Der FDP-Fraktion ist nach eigener Aussage kein Beschluss bekannt, in dem eine Anmietung oder ein Kauf des Johannahauses von der Kirchengemeinde beschlossen worden wäre. Vielmehr habe der Kultur- und Partnerschaftsausschuss beschlossen, zunächst die Kosten und Möglichkeiten für einen derartigen Umzug zu ermitteln und festzustellen, ob es nicht günstiger wäre, das Objekt zu kaufen.
Kein Vorteil für die Stadt
Hellwig und Jenniches erinnern an den Architektenwettbewerb beim Umbau des Museums Voswinckelshof. Nach dem siegreichen Entwurf sollten weitere Museumsräume, ein Depot, das Stadtarchiv und zum Teil das Kulturamt in einem neuen Nebengebäude oder Anbau des Museums untergebracht werden. Das geplante Stadthistorischen Zentrum sei jedoch bis heute nicht realisiert worden. Statt einer professionellen Zentralisierung werde weiteres Flickwerk erdacht. Die Fertigstellung des Stadthistorischen Zentrums hätte laut FDP-Fraktion den Vorteil, dass keine teure Miete bezahlt werden müsste. Nach Ansicht von Hellwig und Jenniches wäre es nur für die Katholische Kirchengemeinde vorteilhaft, wenn die Stadt Räume im neuen Johannahaus anmieten würde, nicht aber für die Kommune.
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