Voerde: Aktive Jugendkultur
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 18.02.2010Voerde (RPO). Mit dem Projekt "Junge Kultur am Pottrand" wollen die Jugendlichen der Stockumer Schule einen Beitrag zur Local-Hero-Woche in der Stadt Voerde leisten und dabei ihre eigene Sicht auf Kultur präsentieren. In verschiedenen Workshops können die Jugendlichen sich einbringen.
Rockige Klänge von Elektro-Gitarren und Schlagzeug sind schon vor dem Eingang im provisorischen Quartier der Stockumer Schule am Heideweg im Gewerbegebiet Grenzstraße zu hören. Das alte Schulgebäude des Jugendzentrums wird renoviert und so sind die Jugendlichen vorerst hierhin umgezogen. Das hindert sie aber nicht daran, sich aktiv mit einzubringen, wenn sich in Voerde in der Local-Hero-Woche alles um Kultur dreht. Ganz im Gegenteil. "Wir haben schon nachgedacht, was wir machen, seit bekannt wurde, dass Voerde sich an der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 beteiligt", sagt Petra Scholz, die pädagogische Leiterin des Jugendzentrums. Die Idee: Jugendliche bieten kulturelle Projekte für andere Jugendliche an.
Projekttage
Täglich Ab 16 Uhr wird am derzeitigen Quartier der Stockumer Schule (Heideweg 69) heute und morgen noch an den Projekten gearbeitet.
Mitarbeit Interessierte Jugendliche, die sich beteiligen möchten, sind gerne gesehen. Einfach vorbeikommen und mitmachen.
Infos Mehr zur Stockumer Schule gibts im Internet auf der Seite www.stockumer-schule.de
Kunst auf Rädern
So entsteht ein buntes Angebot. Es wird Musik gemacht, gemalt und fotografiert. Als Highlight werden mit Spraydosen Autos mit Graffiti verziert. "Wir wollen in den kommenden Wochen mehrere Autos besprühen", sagt Petra Scholz. Die so verzierten Wagen sollen dann noch auf Tour quer durchs Ruhrgebiet gehen und damit die Kunst der Stockumer Sprayer in die Welt hinaus tragen. Ähnliches gilt auch für eine Wanderausstellung mit Grafitti-Kunst, die in den kommenden zwei Jahren überall in Voerde zu sehen sein soll. "Unser oberstes Ziel ist, dass die Jugendlichen ihre eigene Kultur präsentieren können", sagt Petra Scholz. Daher gibt es auch keine Gruppen, in welche die Jugendlichen eingeteilt werden. Keiner muss bei einem Projekt von Anfang an mit dabei sein. Jeder soll sich ausprobieren können und seine ganz individuelle Antwort auf die Frage finden, was für ihn selbst "Kultur" ist. Dabei können sich auch die jeweiligen "Betreuer" der einzelnen Projekte einbringen, denn auch sie sind Jugendliche. "Ich fotografiere super gerne und beschäftige mich schon seit mehreren Jahren damit", sagt Tanja Flemm. Die 22-Jährige kümmert sich gemeinsam mit der 17-jährigen Larissa Peuser um den Bereich Fotographie. Das Besondere bei diesem Angebot: Es werden nicht nur digital sondern auch analog Schnappschüsse gemacht. "Die Jugendlichen sollen das selbst alles ausprobieren können", sagt Larissa. Schließlich kann es bei analoger Technik noch Überraschungen geben. "Wir wollen dann sehen, was für Motive ausgesucht und fotografiert werden", erklärt Tanja.
Präsentation
Neben einer Ausstellung mit Grafitti der Sprayer und den Schnappschüssen der Fotografen soll es noch einen künstlerisch gestalteten Raum (mit abnehmbaren Folien an der Wand) und selbst gemachte Musik geben. Alles wird am Freitag ab 18 Uhr am Heideweg präsentiert. Besucher sind willkommen.
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