Hünxe: Alle meine Entchen
VON LENA STEEG - zuletzt aktualisiert: 29.07.2010Hünxe (RPO). Bei den Kinderferientagen rund ums Hünxer Hallenbad gab es gestern viele Spiele zu entdecken. Wer den richtigen Blick hatte, konnte außerdem beim Ratespiel der Rheinischen Post einen Bücher-Rucksack gewinnen.
"Ich kann ja sehr gut schätzen. Zeiten, zum Beispiel, auf die Minute genau. Und das Alter von Leuten und die Größe. Also, ich sag mal, das sind 31 Enten." Till Kumelz malt selbstbewusst die beiden Ziffern in das dafür vorgesehenen Lösungskästchen und überfliegt noch einmal kurz seine persönlichen Angaben. Name, Alter, Adresse, alles da. Die Teilnahmekarte für das Gewinnspiel der Rheinischen Post drückt er ohne großes Zögern Birgit Kötz in die Hand. Seine Freunde sind etwas besorgter, was ihr Tipp-ergebnis angeht. Sie lassen lieber noch einmal den Blick über das bis oben mit RP-Quietscheentchen gefüllte Glas schweifen.
Die Gewinner
Drei Rucksäcke, bis oben hin gefüllt mit Schmökern für die perfekten Sommerferien, gab es beim Gewinnspiel der RP für die Kinder, die die Quietscheenten-Anzahl im Glas am Besten geschätzt hatten. 39 Tierchen waren drin, richtig getippt hatten nur vier von 110 Teilnehmern. Nach der Auslosung freuten sich die Hünxer Finn Bücher, Felix Wilhelms und Florian Renn über die Preise.
So auch Lucas Bergmann. Er ist der klassische Zähler. Er will sich nicht nur auf seine Intuition verlassen. Die Augen des Neunjährigen huschen angespannt von einer zur anderen Ente. "Die am Rand habe ich gezählt, die in der Mitte geschätzt. Ich komme dann auf 34 Enten", schließt er seine improvisierte Forschung ab und erhält im Austausch gegen die Teilnahmekarte eine kleine Quietscheente. "Kann die auch Geräusche machen", fragen seine Kumpels. Kann sie.
Popcorn für den Parcourslauf
Till Kumelz, der mit seinem Bruder Felix und Freund Kevin Niebel zu den Kinderferientagen gekommen ist, kann es derweil kaum erwarten, sich ins bunte Treiben auf der Wiese neben dem Hünxer Hallenbad zu stürzen. "Wir holen uns jetzt als erstes so einen Zettel", sagt er und übernimmt damit für die kommenden Stunden das Kommando der Gruppe. Mit dem Teilnahmezettel in der Hand flitzen die drei Jungs über den Parcours, dessen Spiele sie erfolgreich absolvieren müssen, um die Stempel zu bekommen und damit dem Gewinn einer Tüte Popcorn, einem Eis und einem Kaltgetränk ein Stückchen näher zu kommen.
"Ist das hier ein Spiel", fragen die Jungs also alle Erwachsenen, die so aussehen, als seien sie Aufsichtspersonal, und in diesem Fall guckt Helferin Sarah leicht irritiert zurück, denn wieso sonst sollte sie mit zwei Löffeln und zwei Bällen in der Hand vor zwei Plastiktunneln und einer Hand voll Hütchen stehen. Der Eierlauf der neuen Generation nämlich spielt unter einerseits ver-, andererseits auch entschärften Bedingungen: Keine echten Eier ("Das gäbe nur eine große Sauerei!"), dafür aber mit allerlei Hindernissen. Der Gewinner bekommt einen pinken "Super"-Stempel, der Verlierer immerhin einen "Gut gemacht"-Abdruck ins freie Feld auf dem Laufzettel.
Die Popcornmaschine läuft mittlerweile auf Hochtouren, das ganze Gelände duftet nach Kirmes, Kindheit und Sommertagen. Die Inliner-Gruppe des TV Bruckhausen übt mit den Nachwuchsfahrern das richtige Fallen, die Fortgeschrittenen jagen derweil um die Slalom-Hütchen. Auch sie können eine Tüte Popcorn gewinnen – ein Wunsch, der sogar den erwachsenen Besuchern beim leckeren Duft in der Nase augenblicklich in den Sinn kommt.
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