Dinslaken: Altstadt strahlt im Lichterglanz
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 19.12.2011Dinslaken (RP). Die Dinslakener Weihnachtsmeile zwischen Burginnenhof und Museum Voswinckelshof zog viele Besucher an. Trotz festlicher Stimmung und zahlreicher guter Einfälle gibt es an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf.
Beim Betreten des Burginnenhofes könnte man meinen, man wäre in eine mittelalterliche Welt geraten. Ein Feuer prasselt in einem mit Holzscheiten gefüllten Korb und die Händler, die hier ihre Handwerkskunst vorstellen, haben sich in mittelalterliche Gewänder gehüllt.
So auch Weinhändler Bernd von Wesalius, der direkt am Eingang des Marktes ganz besondere Getränke feilbietet. "Wir haben hier verschiedene Beerenweine, von Drachenglut über Engelsblut bis zur Hexengalle", erklärt er. Ungewöhnlich klingende Namen für die Getränke, die nach ganz unterschiedlichen Beeren schmecken.
Aber auch gewebte Lesezeichen, aus selbst gesponnener Wolle gestrickte Pullover und gar Kettenhemden mit unterschiedlichen Herstellungsmustern lassen sich bei den Kunsthandwerkern finden. Außerdem verbreitet der Burginnenhof eine mittelalterliche Atmosphäre.
Der Weihnachtsmarkt
Stände Auf dem Weihnachtsmarkt präsentierten sich neben den Händlern und historischen Handwerken auch viele Vereine und Institutionen aus dem Dinslakener Stadtgebiet.
Bühnenprogramm Auf der Bühne am Museum bekamen Musik- und Gesangsgruppen aus der Stadt die Gelegenheit, ihr Können dem Publikum zu präsentieren.
Organisation Den Weihnachtsmarkt organisierten die Dinamit Gmbh und der Fachdienst Kultur der Stadt Dinslaken.
Einheitliches Bild
Durch das beleuchtete Rittertor geht es für die Besucher weiter auf den Altmarkt. Dort finden sich ein Bild aus einheitlichen Holzbuden, in denen es von Glühwein (zwei Euro), über Würstchen (zwei Euro) und Grünkohl mit Mettwurst (vier Euro) alles gibt, um sich zu stärken. Außerdem finden sich auch hier einige Stände mit Artikeln, mit denen man seinen Lieben zur Bescherung am Heiligen Abend eine Freude machen kann. Weiter geht es rund um die Sankt-Vincentius-Kirche, wo weitere Stände auf die Besucher warten in Richtung des Museums Voswinckelshof.
Leider sind die bunten Lichter an den Häusern, die den Weg zur Bühne vor dem Museum weisen, bei Tageslicht kaum zu sehen und kommen erst am Abend richtig zur Geltung, genau wie die schöne bunte Beleuchtung an anderen Stellen der Weihnachtsmeile. Kein Wunder, dass sich einige Händler wünschen, die Öffnungszeiten des Marktes bis 20 oder 21 Uhr auszudehnen, da viele Besucher erst am Nachmittag oder Abend Zeit für einen Besuch haben und die Atmosphäre dann stimmiger ist. Auch finden viele Besucher nicht direkt den Weg zum Platz vor dem Museum.
Auch der Glühwein schmeckt
Denn aus den aufgestellten Hinweisschildern, auf denen lediglich das Wort "Museum" steht, ist nicht ersichtlich, dass auch auf dem Elmar-Sierp-Platz weihnachtliche Stände stehen und außerdem ein buntes Musikprogramm auf der Bühne zu sehen gibt.
Trotzdem hinterlässt die weihnachtliche Altstadt vor allem positive Eindrücke. "Der Weihnachtsmarkt ist klein, aber schön", findet Silvia Opgen-Rhein, die mit Ehemann Klaus aus Duisburg-Hamborn nach Dinslaken gekommen ist. "Besonders im Burginnenhof ist die Atmosphäre toll. Das ist sehr schön gemacht", erklärt sie. "Und der Glühwein schmeckt auch sehr gut", ergänzt Klaus Opgen-Rhein.
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