Dinslaken: Auf dem Weg zu Gott
zuletzt aktualisiert: 20.09.2006Dinslaken (RPO). Drei Tage dauerte die Wallfahrt einer Gruppe Dinslakener und Hünxer Pilger. Das Ziel hieß Kevelaer. Zu Fuß ging es zur Gottesmutter Maria, der „Trösterin der Betrübten“. Am Montagabend kamen sie zurück nach Dinslaken – erschöpft und glücklich.
Dinslaken/hünxe (RP) In aller Frühe begann am Samstag für die Pilger die 64. Fußwallfahrt zur „Trösterin der Betrübten“ nach Kevelaer. Aus den Pfarreien in Dinslaken und Hünxe trafen sich Gläubige um 5 Uhr zur Pilgermesse in der Sankt Vincentius-Kirche. Nach dem gemeinsamen Frühstück traten die Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche frisch gestärkt den Weg zur Gottesmutter im niederrheinischen Wallfahrtsort Kevelaer an. Mancher Anwohner wird sich über den frühmorgendlichen frommen Gesang auf der Straße gewundert haben. Unter den Pilgern waren Pastor Theo van Doornick, Kaplan Klaus Winkel und auch evangelische Christen. Besonders gewürdigt durch eine Urkunde der Kevelaerer Wallfahrtsleitung wurden Christel Küppers, geborene Kower, die bereits zum 25-mal teilnahm sowie Maria Hendgen für ihre 55. Teilnahme.
Rückschau
Für Montag, 23. Oktober, 19.30 Uhr, sind alle Teilnehmer und Interessenten zu einer abschließenden Rückschau ins Johannahaus eingeladen. Es werden Fotos gezeigt und die Planung der 65. Fußwallfahrt vorgestellt, die vom 15. bis 17. September 2007 stattfinden wird.
Der Weg durch die von der Sonne beschienene niederrheinische Landschaft führte die Pilger über Walsum, Orsoy, Rheinberg nach Alpen, wo eine Mittagspause gehalten wurde. Auf der Kegelbahn der Gaststätte eröffnete Martin Schrör vom Gesundheitshaus Lohberg und in der Lohberger Mariengemeinde engagiert, eine kleine Praxis und bot den Pilgern entspannende und entlastende Massagetherapien für Beine und Rücken an. So gelockert, ging es bis nach Bönninghardt, wo eine kleine Andacht gehalten wurde, bevor die 110 Pilger über Kapellen und Wetten nach fast 50 Kilometern gegen 18 Uhr das Ziel Kevelaer erreichten. Alle waren froh und dankbar, als sie zu einer kurzen Marienandacht gegen 18 Uhr den Platz vor der Gnadenkapelle erreichten. Die Helfer, die die Gruppe begleiteten, sorgten dafür, dass es stets etwas zu trinken gab, sonst hätte die Hitze sicher ihren Tribut gefordert.
Neben den Fußpilgern waren am Sonntag einige hundert Dinslakener mit Auto und Fahrrad nach Kevelaer gekommen. Der geistliche Tag begann um 12.30 Uhr mit dem großen Kreuzweg, der nach der zehnten Station zur Feier der Pilgermesse unterbrochen wurde. Der Gottesdienst in der vollbesetzten ehemaligen Klosterkirche mit Pastor Theo van Doornick wurde vom Kirchenchor Heilig Blut und einer Instrumentalgruppe jugendlicher Fußpilger mitgestaltet. Der Tag klang für die Fußpilger mit dem Marienlob in der Kerzenkapelle aus.
Montag in der Frühe begann unter geistlicher Leitung von Pastor Theo van Doornick die Pilgermesse. 35 Fußpilger machten sich auf den ebenso anstrengenden Rückweg. Am Abend wurde die Gruppe in Dinslaken eingangs der Altstadt empfangen und in festlicher Prozession zur Sankt-Vincentius-Kirche geleitet, wo die Wallfahrt mit einer Dankandacht endete.
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