Dinslaken: Ausschuss macht Geld für Schulen locker
VON JÖRG WERNER - zuletzt aktualisiert: 28.01.2010Dinslaken (RPO). Die Dinslakener Schulpolitiker demonstrierten gestern wieder Einigkeit. Von Etatberatung bis zur Einrichtung von integrativen Lerngruppen an der Hauptschule im Gustav-Heinemann-Schulzentrum passierte gestern jeder Tagesordnungspunkt ohne strittige Diskussion den Schulausschuss, auch wenn das in den meisten Fällen mit erheblichen Geldausgaben verbunden ist.
Beispiel: Schulsozialarbeit. Das die notwendig ist, ist absolut unbestritten. Die Finanzierung freilich ist eigentlich Sache des Landes. Das aber, so finden die Dinslakener Jugend- und Schulpolitiker, kommt seiner Aufgabe nicht hinreichend nach. Und so hatte der Jugendhilfeausschuss bereits im April vergangenen Jahres beschlossen, ein Konzept für eine Kommunal finanzierte Schulsozialarbeit zu erstellen. Das liegt nun vor und fand gestern die Zustimmung des Schulausschusses.
Die Ernst-Barlach-Gesamtschule und das Gustav-Heinemann-Schulzentrum werden zu Stützpunktschulen, von denen aus die übrigen weiterführenden Schulen in Dinslaken ebenfalls mit dem Angebot der Sozialarbeit versorgt wird. Träger werden die Caritas und der Kinderschutzbund sein. Beide Verbände sind auf dem Gebiet der Schulsozialarbeit in Dinslaken bereits – ebenfalls von der Stadt finanziert – tätig. Zusätzlich, so beschloss der Ausschuss werden jetzt in einer ersten Phase noch einmal zwei Sozialarbeiterstellen mit einem Umfang von 19,5 Wochenstunden finanziert. Das kostet 53 200 Euro. Im Lichte der Erfahrung mit dem neuen Konzept wird im kommenden Jahr darüber entschieden, ob die Stadt weitere zwei Stellen mit 15,5 Wochenstunden einrichtet.
Einmütig begrüßte der Ausschuss, dass die Hauptschule im Gustav-Heinemann Schulzentrum fortan jährlich eine integrative Lerngruppe einrichten will. Und genauso einmütig akzeptierten die Schulpolitiker, dass die Ausgaben für die Offene Ganztagsschule steigen. In diesem Jahr erhöht sich der Zuschussbedarf gegenüber dem vergangenen Jahr nach Berechnungen der Verwaltung um rund 120 000 Euro. Die Politik war sich aber einig, dass die Ausgaben absolut notwendig sind.
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