Dinslaken: „Absolut in der Rolle drin“ Ismails Rückkehr in die Heimatstadt „Nicht zuviel jammern“
zuletzt aktualisiert: 16.03.2007Dinslaken (RPO). Herr Riemelt, was hält Andreas Niedrig von Ihrer bisherigen Schauspielleistung bei „Ironman“?
Riemelt Er sagte mir, ich würde sie perfekt ausfüllen. Das ist ein tolles Lob und hat mich schon sehr gerührt. Ich bin ja schon so in der Rolle drin, da fällt es mir schwer, das Ganze mit Distanz zu betrachten.
Mussten Sie für die Rolle viel trainieren?
Riemelt Ich mache in meiner Freizeit sehr viel Sport. Ich gehe joggen, fahre Fahrrad, gehe Kickboxen und spiele Fußball. Von daher bringe ich schon eine gute Kondition mit. Aber ab nächsten Monat muss ich Triathlon trainieren. Mal sehen, wie gut das klappt.
Wie läuft die Arbeit am Set mit Leuten wie Uwe Ochsenknecht?
Riemelt Man kann sich austauschen und schauen, wie andere Schauspieler arbeiten. Wobei ich da so viel Zeit gar nicht investiere. Meine Rolle ist einfach zu komplex und spannt mich komplett ein.
DInslaken (stepe) Für Schauspieler Ismail Deniz ist die Arbeit am Set von „Ironman“ eine Rückkehr in seine Heimatstadt. Deniz besuchte das Theodor-Heuss-Gymnasium und die Ernst-Barlach-Gesamtschule, ehe es ihn zur Ausbildung an die renommierte Otto-Falckenberg-Schauspielschule nach München zog, wo er letztes Jahr seinen Abschluss machte.
„Ist schon irgendwie seltsam, wieder nach Hause zu kommen“, sagt Deniz und schlurft mit einer Flasche Wasser über das Filmset. Hier in Dinslaken kenne er jeden Blumenkübel und habe zu jeder Straßenecke eine Geschichte parat. „Ich habe einen ganz anderen Blick auf die Dinge hier. Ich fürchte, manchmal falle ich meinen Schauspielkollegen mit meinen Provinzgeschichten schon ein wenig auf die Nerven“, lacht der Schauspieler. Dass er beim Dreh von „Ironman“ mitmachen kann, macht den 27-Jährigen stolz. „Adnan Köse wollte mich gerne dabei haben. Trotzdem musste ich durch das Casting“, will Ismail Deniz, der im Film den Ismail verkörpert, betont wissen. Dass die Arbeit beim Film nicht immer das reine Vergnügen ist, weiß Ismail Deniz. „Stundenlang warten, um dann zwei Minuten vor der Kamera zu stehen. So ist es manchmal.“ Beschweren will er sich aber auf keinen Fall. „Das ist mein Traumjob. Und den mache ich trotz aller Warterei verdammt gerne.“
Nur bei Filmdrehs will es der Schauspieler aber nicht belassen. Ismail Deniz legt nach wie vor viel Wert darauf, genügend Zeit auf der Theaterbühne zu verbringen. „Beim Theater kannst du dich ganz anders einbringen und deine Rolle weiter ausschmücken, als es oft beim Film möglich ist.“
Herr Ochsenknecht, wie empfinden Sie das Thema von „Ironman“?
Ochsenknecht Es ist eine unglaublich interessante Geschichte. Wenn man sieht, was Andreas Niedrig geschafft hat, werden die eigenen Probleme sehr klein und relativ. Das hat schon was Philosophisches, dass man so weit unten ist und es dann schafft, einen Ironman-Wettbewerb zu gewinnen. Mir gefällt die Message, dass jedes Problem anscheinend eine Lösung hat. Man darf nur nicht zu viel über andere jammern und sich seinem Schicksal hingeben, sondern muss die Sachen selber angehen.
Wie macht Max Riemelt seine Arbeit?
Ochsenknecht Er macht einen klasse Job, ist extrem engagiert und bringt das sehr glaubhaft rüber.
Wie gefällt Ihnen Dinslaken und die Arbeit hier?
Ochsenknecht Das Arbeiten hier macht viel Spaß. Dinslaken hat ein tolles Flair. Die Leute hier sind extrem nett und hilfreich. Sie unterstützen uns alle sehr.
Wie kann Ihre Trainer-Rolle im Film ins echte Leben projiziert werden?
Ochsenknecht Man muss sich Zeit nehmen, das richtige Maß zu finden, um Talente – beispielsweise bei seinen Kindern – rauszukitzeln. Der erhobene Zeigefinger ist oft fehl am Platz.
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