Dinslaken: „Die gute Seele von Heilig Blut“
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 18.12.2008Dinslaken (RPO). Nach 20 Jahren im Büro der Gemeinde Heilig Blut wird Pfarrsekretärin Christine Garden am Jahresende in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen. Und viele werden sie in Heilig Blut vermissen.
Als „gute Seele von Heilig Blut“ bezeichnet der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Willi Tenhonsel Pfarrsekretärin Christine Garden. „Sie ist für uns wie ein Sechser im Lotto – mit Zusatzzahl“, so Tenhonsel weiter. Und auch Pastor Theo van Doornick kann kaum genug lobende Worte für seine Mitarbeiterin finden. Wenn es den Titel gäbe, würde er sie sofort zur „Ehrenbürgerin von Heilig Blut“ küren. Und sie hätte es wohl auch verdient, nachdem sie genau 20 Jahre lang die Ansprechpartnerin für alle Gemeindemitglieder war, die ihren Weg ins Pfarrbüro von Heilig Blut fanden.
Christine Garden
Christine Garden kommt eigentlich aus Voerde-Spellen. Dass die Pfarrsekretärin nicht aus der eigenen Gemeinde kommen sollte, war eine Bedingung bei der Anstellung. Seit dem 1. Januar 1989 war sie als erste Pfarrsekretärin im Pfarrbüro tätig, das sie gemeinsam mit Theo van Doornick eingerichtet hatte.
Für die Menschen
Überstunden gab es dabei für Christine Garden nicht. Zumindest keine, die sie gezählt hätte. „Überall, wo man mit Menschen zu tun hat, gibt es keinen Glockenschlag zum Ende der Arbeitszeit“, sagt sie. Und die Arbeit mit den Menschen in Heilig Blut ist eine Aufgabe, in der sie voll und ganz aufgeht. Und dafür gibt es zwei gute Gründe. „Zum einen durfte ich hier immer so sein, wie ich bin“, sagt sie und lobt damit Pastor van Doornick. Er hatte ihr von Anfang an viel Vertrauen geschenkt, aber auch Verantwortung übertragen, und so fühlte sie sich im Pfarrbüro direkt Zuhause. „Außerdem ist die Gemeinde für mich wie eine große Familie“, sagt sie. Schließlich würde man die Menschen oft ihr ganzes Leben über begleiten. Von Geburt und Taufe über Kommunion und Hochzeit bis hin zum Tod. Und damit wäre dann auch geklärt, woher sie ihre Ausdauer für diese Arbeit nimmt.
Dabei ist ihr Motto ein ganz einfaches. „Ich möchte, dass alle Menschen, die hier herkommen, zufrieden wieder gehen können“, sagt die 62-Jährige. Wo es geht, versucht sie zu helfen und Lösungen für Probleme zu finden. „Ich habe immer versucht, freundlich und hilfsbereit zu sein und den Menschen ihre Wünsche zu erfüllen, wenn möglich“, sagt sie selbst über ihre Arbeit im Pfarrbüro. Dabei ist ihr bewusst, dass bei ihrer Arbeit mit den Gemeindemitgliedern oft eine ganz andere Qualität und Stärke von ihr gefragt ist. „Meistens ist es wichtig, dass man einfach nur zuhört und versucht, die Probleme der Menschen zu verstehen“, sagt Christine Garden.
Dass sie am Jahresende in den Ruhestand gehen wird, geht der 62-jährigen Pfarrsekretärin dabei noch nicht im Kopf herum. „Im Moment bin ich ja noch hier und habe noch viel Arbeit“, sagt sie. Wenn sie dann doch am Ende des Jahres Abschied nehmen muss, dann möchte sie das auch nicht als wirklichen Abschied begreifen. „Ich werde mir erstmal denken, dass ich einfach Urlaub habe und dann etwas Neues anfangen“, sagt sie. Und vielleicht bleibt sie „ihrer“ Gemeinde trotz Ruhestand erhalten.
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