Dinslaken: „Mit Eifer und Begeisterung dabei“
VON STEFFEN PENZEL - zuletzt aktualisiert: 03.01.2008Dinslaken (RPO). Martina Seppendorf koordiniert mit Martina Rose und Jutta Vahnenbruck ehrenamtlich den Marsch der Dinslakener Sternsinger. Für die geht es heute mit der Aussendung in der Vincentius-Kirche los. Schluss ist dann erst am späten Sonntagabend.
Maria-Euthymia-Preis
Einen Sonderpreis gab es für die Dinslakener Sternsinger bei der Verleihung des Maria-Euthymia-Preis im Oktober. Im Rathaus wurde den Kindern von Sabine Weiss der Ehrenamtspreis überreicht. Weiss betonte, dass das Engagement der Kinder deutlich mache, dass ehrenamtliche Arbeit nicht nur Erwachsenangelegenheit sei.
Seit sieben Jahren kümmert sich Martina Seppendorf nun schon um die Koordinierung der Sternsinger der Vincentius-Gemeinde. Und das tut sie immer noch gerne – unabhängig davon, dass die ehrenamtliche Arbeit mit einem ordentlichen Zeitaufwand verbunden ist.
65 Sternsinger
„Es ist einfach sehr schön zu sehen, mit wie viel Eifer und Begeisterung die Kinder dabei sind“, schwärmt Seppendorf, die gestern mit ihrer Kollegin Martina Rose zusammensaß um die genaue Route der 65 Kinder und Jugendlichen zu planen. Und das ist gar nicht so einfach.
Denn seit Beginn der Weihnachtszeit konnten sich Familien, die sich einen Besuch der Sternsinger wünschen, in der Vincentius-Kirche in Listen eintragen. „Und das haben auch etwa 200 Familien getan“, berichtet Martina Seppendorf. Also gilt es, sinnvolle Routen für die 65 Sternsinger, aufgeteilt in fünf Gruppen, auszuarbeiten.
„Generalprobe“ beim Pfarrer
Los geht es bereits heute um 15 Uhr mit der Aussendung in der Vincentius-Kirche, wo Pastor Theo van Doornick den Segen geben wird. Im benachbarten Pfarrhaus gibt es dann die „Generalprobe“ bei van Doornick, ehe der Tross weiter zum Vinzenz-Hospital zieht, wo für Patienten gesungen wird.
Nach einer kleinen Erfrischung in der Caféteria geht es weiter zum Evangelischen Krankenhaus, wo nach getaner Arbeit traditionsgemäß Würstchen und Pommes auf die hungrigen Sänger warten. „Freitag morgen wird dem Evangelischen Kindergarten am Bärenkamp ein Besuch abgestattet, ehe die Kinder am Samstag- und Sonntagnachmittag zu ihren Märschen aufbrechen“, erklärt Martina Seppendorf. Wieder mit dabei sind dann auch ihre beiden Töchter Sarah (12) und Julia (15).
Gruppenleiterin
Während sich Sarah zum mittlerweile sechsten Mal in die Schar der Sänger einreiht, ist ihre ältere Schwester in ihrem dritten Jahr als eine der zehn Gruppenleiter dabei. „Die Zeit opfer ich immer gerne – zumal wir ja eh Ferien haben. Es macht einfach viel Spaß mit den Kindern loszuziehen“, so die Schülerin des Theodor-Heuss-Gymnasiums. „Wir begleiten die Kinder auf den Märschen, kümmern uns um die Rollenverteilung und achten darauf, dass auch alle schön mitsingen“, umreißt sie ihren Aufgabenbereich als Gruppenleiterin.
Mit dem gemeinsamen Essen in der Caféteria des Vinzenz-Hospitals endet die Aktion zum Dreikönigssingen, die bereits zum 50. Mal stattfindet, dann am Sonntagabend. „Die letzten Kinder trudeln erst immer gegen 20.30 Uhr ein. Dann wird nochmal zum Abschluss gemeinsam gegessen, ehe wir alle müde ins Bett fallen“, weiß Martina Seppendorf.
Hilfe für die Dritte Welt
Das diesjährige Motto lautet: „Sternsinger für Eine Welt“. Martina Seppendorf: „Die gesammelten Spenden gehen zunächst ins Bistum Münster, von wo sie dann an Projekte für Hilfsbedürftige in der Dritten Welt weitergeleitet werden.“
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