Dinslaken: Bewegender Abschied nach 25 Jahren
zuletzt aktualisiert: 29.05.2007Dinslaken (RPO). Der Betsaal Bruch platzte am Pfingstsonntag aus allen Nähten. So viele kamen, um ihren Pfarrer Karl-Heinz Tackenberg nach fast 25 Jahren in den Ruhestand zu verabschieden. Gottesdienst und Abschiedsfeier gerieten zu einem tagesfüllenden Programm. Jugendleiterin und Mitarbeiterpresbyterin Sabine Fischer-Borgardts, die mit Presbyter Dieter Tepel durchs Programm führte, brachte es auf den Punkt. „Das Programm dauert solange, weil wir uns nicht trennen können.“
Superintendent Martin Duscha würdigte den vielfältigen Dienst und wies in der offiziellen Entpflichtung Tackenbergs vom Dienst in der Pfarrstelle darauf hin, dass nicht alles aus dem Dienst eines Pfarrers vor Augen, sondern vieles im Verborgenen liege.
Doch die Gemeindegruppen hatten auch manches Sichtbare dankbar vor Augen: den vor 14 Jahren neu gebauten Anbau an den Betsaal, den künstlerisch gestalteten Kirchraum, den verlässlichen Seelsorger, viele gelungene Feste im Kirchenjahr, den Pastor, der es geschafft hat, die Gruppen zur Eigeninitiative zu erziehen und doch gleichzeitig immer wieder Impulse gibt. Sie dankten gemeinsam dem scheidenden Pastor mit Reden und gesanglichen Darbietungen. Da wollten auch die Pfarrerinnen und Pfarrer der Kirchengemeinde Dinslaken nicht außen vor sein und stimmten einen Choral mit neuem Text für ihren Kollegen an.
Bürgermeisterin Sabine Weiss dankte Karl-Heinz Tackenberg für sein Engagement im kommunalen Bereich, besonders in der Agendaarbeit. Der katholische Pastor von Sankt Jakobus, Gregor Wolters, sprach Segenswünsche aus. Auch die Vertreter der Vereine in der Feldmark dankten für die gute Zusammenarbeit.
„Probier’s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit, lass du den Alltag und die Sorgen weg“, sangen die Presbyter des Bezirks und gönnten ihrem Pastor die Muße, die der neue Lebensabschnitt bringt. Karl-Heinz Tackenberg sprach einen Satz von Johannes Rau an, der an „die stete Bereitschaft zum Aufbruch“ erinnert. Als er dann zur Überraschung aller, begleitet von Tochter Bettina, in einem Abschiedslied zurück und nach vorne blickte, konnte mancher der zahlreichen Besucher eine wehmütige Träne nicht verbergen.
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