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Dinslaken: Bunte Ballons für Kinderrechte

VON CLAUDIA TROTZKE - zuletzt aktualisiert: 20.09.2008

Dinslaken (RPO). Über das Dinslakener Rathaus flogen gestern 650 Luftballons. Zum Weltkindertag ließen Schüler der Gartenschule und der Ernst-Barlach-Gesamtschule sie bei ihrer Aktion für Kinderrechte fliegen.

Auf der Wiese vor dem Dinslakener Rathaus versammelten sich gestern Mittag die Jungen und Mädchen mit ihren farbigen Luftballons und stellten das Wort Kinderrechte dar.  Foto: RPO
Auf der Wiese vor dem Dinslakener Rathaus versammelten sich gestern Mittag die Jungen und Mädchen mit ihren farbigen Luftballons und stellten das Wort Kinderrechte dar. Foto: RPO

„Es ist fünf vor zwölf – Kinderrechte sind Menschenrechte“, so lautete das Motto der Aktion, die gestern im Stadtpark, an der Duisburger Straße und am Altmarkt in Dinslaken stattfand. Schüler der Gartenschule und der Ernst-Barlach-Gesamtschule setzten sich dafür ein, dass Kinderrechte jeden Tag und überall gelten. Zum Weltkindertag starteten die ersten bis sechsten Klassen mit ihren Lehrern verschiedene Aktionen, um die Erwachsenen über Kinderrechte aufzuklären und Kindern in Not zu helfen.

Für Gleichheit malen

Im Unterricht hatte jede Jahrgangsstufe Kinderrechte behandelt. Am Aktionstag malten die Erstklässler Kinderfiguren mit Kreide auf einen Weg im Stadtpark. Auch Fabian Lukas und Adrian Witzke zeichneten fleißig mit. „Wir machen das hier für die Kinderrechte, damit alle Menschen gleich behandelt werden, auch Kinder“, sagte Adrian, während er stolz sein Kunstwerk präsentiert.

Info

Gegen Kindersoldaten

Die Schüler nahmen auch am „Red Hand“-Projekt von „Terre des Hommes“ teil, indem sie Unterschriften auf mit roten Händen bedruckten Papieren sammelten. Diese roten Hände sollen den Vereinten Nationen symbolisch zeigen, dass ein Verbot von Kindersoldaten nicht reicht, wenn es nicht eingehalten wird.

Die Schüler hatten sich diesmal besonders auf das Thema Kindersoldaten konzentriert. „Im Unterricht haben wir Bilder von Kindersoldaten gesehen. Das war schrecklich, denn sie hatten Waffen und sahen traurig aus. Man muss etwas dagegen machen, denn wir Kinder sind für die Zukunft wichtig“, sagte Erstklässler Arnis Berisha, während er Handzettel für die Abschlussaktion verteilte.

An Hand eines Fragebogens konnten Passanten selbst testen, wie viel sie über die Kinderrechte wissen. Dem Test stellte sich auch Karlheinz Haas aus Dinslaken, der wie viele andere bei der Beantwortung seine Probleme hatte. „Man muss sich damit schon sehr intensiv beschäftigt haben, damit man die Fragen richtig beantworten kann“, meinte er. Die Viertklässler Milena Bruns, Johanna Gervers und Pauline Dalkowski waren im Befragungsteam und wunderten sich über etliche falsche Antworten. „Viele Leute können noch etwas aus unserem Fragebogen lernen. Und dieses Wissen ist wichtig, um Kindern zu helfen, denn nicht alle Kinder haben es so gut wie wir“, erklärte Johanna. Sie und ihre Freundinnen zeigten sich so motiviert, dass sie planen, sich auch künftig für die Kinderrechte einzusetzen.

Der achtjährige Jakob setzt sich für Kinderrechte ein. Foto: RPO

Obwohl die Schüler sehr viel Spaß bei ihren Einzelaktionen hatten, fieberten alle der großen Abschlussaktion entgegen. Auch Aylin Dirks (10) und Anita Decker (10) vom Ernst-Barlach-Gymnasium waren aufgeregt, denn vor dem Rathaus stellten die Schüler das Wort „Kinderrechte“, und zu dem Lied „99 Luftballons“ von Nena ließen sie um 11.55 Uhr 650 Luftballons fliegen. An ihnen waren Karten befestigt, auf denen die Jungen und Mädchen von der Gartenschule jeweils ein Kinderrecht als Bild gemalt hatten. „Ich habe auf meine Karte ein Herz gezeichnet. Das steht für das Recht auf elterliche Fürsorge, denn es ist wichtig, dass Eltern lieb zu ihren Kindern sind“, sagte Viertklässler Andre Hüls. Symbolisch wurden die 53 Kinderrechte, wie das Recht auf Bildung und das Recht auf medizinische Verpflegung, mit den Ballons in die Welt hinausgeschickt, damit sich das Wissen über sie verbreitet.

Quelle: RP

 
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