Dinslaken: Caritas bekommt Kindergärten
VON JÖRG WERNER - zuletzt aktualisiert: 03.06.2010Dinslaken (RPO). Die Kindergärten in Eppinghoven und im Averbruch, die die Sankt-Vincentius-Gemeinde abgibt, behalten einen katholischen Träger. Der Caritasverband übernimmt sie und baut das Angebot aus.
Es war ein schiweriger Prozess. Seit bekannt war, dass die Kirchengemeinde Sankt Vincentius ihre Kindergärten Karl-Leisner-Haus im Averbruch und in Eppinghoven abgeben würde, lebten Eltern und Mitarbeiter lange in Unsicherheit. Die Eppinghovener Eltern haben sich, wie berichtet schon auf eigene Faust auf die Suche nach einem neuen Träger für die Einrichtung gemacht.
Seit Dienstagabend ist die Unsicherheit vorbei. Einstimmig hat der Kirchenvorstand beschlossen, beide Kindergärten zum 1. August in die Hände der Caritas zu geben. Die hatte bekanntlich schon früh signalisiert, dass sie die Trägerschaft übernehmen würde und für das Karl-Leisner-Haus sogar ein besonderes Konzept entwickelt.
Elternrat
Der Elternrat des Eppinghovener Kindergartens hatte bereits Kontakte zu anderen Trägern aufgenommen. Zuletzt war die Kaiserswerther Diakonie im Gespräch, die Kindergärten in Düsseldorf betreibt und expandieren will, im Gespräch. Sie hatte sich interessiert gezeigt.
Damals, so Pastor van Doornick gestern vor der Presse, sei die sofortige Übernahme daran gescheitert, dass die Genehmigung des Bistums Münster fehlte. Nach dem Konzept der Caritas, so Hans-Karl Bellinghausen vom Kirchenvorstand, sei in Münster ein neuer Diskussionsprozess in Gang gekommen.
Und dessen Ende halten alle Beteiligten, wie gestern neben van Doornick und Bellinghausen auch die Kirchenvorstände Willi ten Honsel und Andreas Brosthaus sowie Caritasdirektor Michael van Meerbeck und Jugend- und Sozialamtsleiter Lothar Muschik deutlich machten, für ein ausgesprochen glückliches.
Die jetzige Lösung, so Muschik, entspreche dem Elternwillen und sei zudem aus Sicht der Stadt die preisgünstigste. Für die Kirchenvertreter besonders wichtig: Für die Mitarbeiter ändert sich absolut nichts. Sie werden mit allen Rechten aus ihren auch weiterhin bestehenden Verträgen vom Caritasverband übernommen.
Wie Caritasdirektor Michael van Meerbeck zudem betonte, ist jetzt eine für beide Einrichtungen dauerhafte Lösung gefunden. Eine der beiden Gruppen in Eppinghoven wird für unter Dreijährige eingerichtet. Die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen wird die Caritas schaffen. Auch das Karl-Leisner-Haus wird ausgebaut und zunächst um zwei Gruppen erweitert. Der Ausbau könnte bis zum Beginn des Kindergartenjahres erledigt sein. Wie van Meerbeck weiter erklärte, wird im Karl-Leisner-Haus auch das von der Caritas bereits Anfang vergangenen Jahres vorgelegte Konzept umgesetzt, das besonders auf die Bedürfnisse berufstätiger Eltern zugeschnitten ist und ausgeweitete Betreuungszeiten anbietet.
Zudem soll dort eine integrative Gruppe eingerichtet werden. Außerdem soll das Haus die Begegnungsstätte des Averbruchs bleiben. Hier treffen sich zum Beispiel Elternstammtische, Spielgruppen, kirchliche Gruppen, Senioren. "Wir wollen, dass das Haus Zentrum des Gemeinwesens bleibt", sagte van Meerbeck.
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