Dinslaken: Das Kreuz hing wohl zuerst in Kamp
zuletzt aktualisiert: 28.05.2008Dinslaken (RPO). Dinslaken/Chorweiler (stepe) Weiter vorangeschritten sind im Zuge der Untersuchungen in Chorweiler auch die Erkenntnisse über den Ursprung des Triumph-Kreuzes. Das wurde zwar bereits um 1320 gefertigt, in Dinslaken hing es aber erst nach der Erhöhung des Chors 1661. Und so begab sich Dr. Reinhard Karrenbrock vom Generalvikariat Münster auf Spurensuche – und ist vermutlich fündig geworden. „Nach alldem, was ich gelesen und gefunden habe, gehe ich davon aus, dass das Kruzifix ursprünglich für die Zisterzienabtei in Kamp gefertigt wurde“, vermutet Karrenbrock. Denn es müsse schon eine große Kirche gewesen sein, die dieses „monumentale, höchst bedeutsame Kruzifix“, das dem Typus des rheinischen Ast- und Gabelkreuz entspricht, zuvor beheimatet habe. Und da die barocke Umgestaltung der Klosterkirche in Kamp und die Erhöhung des Chores von Sankt Vincentius auf den selben Zeitraum fallen würden, sei es wahrscheinlich, dass das Kreuz von Kamp nach Dinslaken gekommen sei.
Die Bestätigung seiner These erhofft sich Dr. Reinhard Karrenbrock von der genauen Untersuchung der Reliquien, die in Rücken und Kopf der Christus-Figur untergebracht sind. Die hat Marc Peez bereits per Endoskop lokalisiert. Geöffnet wurden die feinen Stoffsäckchen mit den Reliquien aber noch nicht. „Wir müssen noch abklären, ob das machbar ist“, so Karrenbrock, der die Reliquien dann mit dem Reliquienverzeichnis aus Kamp vergleichen will, um Gewissheit über die Herkunft des Kreuzes zu erhalten.
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