Dinslaken: Der Ironman als Brummi-Fahrer
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 26.03.2007Dinslaken (RPO). Das Betriebsgelände der Spedition Möller im Gewerbegebiet an der Kleiststraße sieht beinahe menschenleer aus. Nur ein junger Mann dribbelt vor den Reihen von Lastwagen mit einem Fußball. Allerdings ist es kein Mitarbeitet der Spedition, sondern Schauspieler Max Riemelt, der auf den Beginn der Dreharbeiten wartet.
Schon seit 13 Uhr ist das Filmteam vor Ort, allerdings beginnt der Dreh erst um 15 Uhr. Deshalb verkürzt sich der junge Schauspieler die Wartezeit mit ein wenig Ballakrobatik.
„Wir fangen heute etwas später an, weil wir gestern bis in die Nacht gedreht haben. Und heute wird es auch wieder später“, kommentiert Produktionsleiter Horst Hoffmann den späten Beginn der Dreharbeiten. In der Nacht soll die Anfangsszene für den Film gedreht werden. Schnell bereitet das Filmteam eine Lagerhalle auf dem Gelände für die Aufnahmen vor.
Kartons werden verrückt, zwei Lieferwagen aus den 80er Jahren, die das Filmteam mitgebracht und mit dem Logo der Spedition Möller dekoriert hat, fahren vor die Halle. Dann darf auch Max Riemelt endlich arbeiten. Heute werden einige kleine Szenen gedreht, die Andreas Niedrig, in dessen Rolle Max Riemelt schlüpft, bei der Arbeit in einer Spedition zeigen sollen.
Bei den anderen Mitarbeitern, die Kartons in die beiden Lieferwagen laden, handelt es sich natürlich um Komparsen. „Die Dinslakener Komparsen sind spitze“, sagt Regisseur Adnan Köse.
Dann setzt sich Max Riemelt in einen der Lieferwagen. Er soll gleich einen Beinahezusammenstoß mit einem der Lkw auf dem Gelände haben. Zuerst muss aber die Kamera auf den Wagen montiert werden. „Action!“ Der Ruf des Regisseurs hallt über das Gelände, Max Riemelt fährt los. „Und cut“, ruft Adnan Köse ihm nach. Prompt bremst der Lieferwagen wieder ab. „So schnell hat man eine Einstellung im Kasten“, kommentiert der Regisseur mit einem Augenzwinkern.
Auch Speditionsinhaber Rolf Getzschmann beobachtet das Geschehen interessiert. „Einer meiner Mitarbeiter hat nun auch eine kleine Rolle“, sagt er. Der Staplerfahrer, der in einer der Szenen zu sehen ist, ist wirklich ein Mitarbeiter der Spedition.
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