Dinslaken: Die Arbeit kann weitergehen
VON HEINZ SCHILD - zuletzt aktualisiert: 28.09.2006Dinslaken (RPO). Nachdem der Verein Eis-Sporthalle Dinslaken vom Rat nun endgültig den Zuschlag bekommen hat, kann er weiter daran arbeiten, sein Konzept für die Zukunft der Sportstätte umzusetzen.
Kein Eismärchen
Wie es mit der früheren Eissporthallen-Pächterin Anja Reichelt weitergeht, steht in den Sternen. Das Eismärchen wird nicht stattfinden, sagte sie gestern, da es nicht zu finanzieren ist. Gespräche mit den künftigen Besitzern der Halle hat sie noch nicht geführt. Doch sei sie aufgefordert worden, das Eiskunstlaufbüro zu räumen, was sie tun werde.
„Wir haben uns natürlich gefreut, dass sich der Rat für uns entschieden hat und wir die Eissporthalle bekommen. Endlich herrscht Klarheit, jetzt kann die Arbeit weitergehen“, kommentierte Ulrich Flötgen gestern das mehrheitliche Votum des Kommunalparlaments, dem Verein Eis-Sporthalle den Vorzug vor Gastronom Hermann Hüsken zu geben. Der Vertrag mit der Stadt Dinslaken über den Verkauf der Eissporthalle soll demnächst unterzeichnet werden. Bisher besitzt der Verein einen befristeten Nutzungsvertrag.
Viel Arbeit wird auf die sich in Gründung befindende gemeinnützige Gesellschaft Eis-Sporthalle Dinslaken zukommen. „Wir werden sehr sorgfältig und seriös arbeiten, um die in uns gesetzen Erwartungen zu erfüllen“, sagte Flötgen, Vorsitzender des Vereins Eis-Sporthalle. Er sieht die Übernahme als Chance an, die Sportstätte für die Bürger zu erhalten und den eigenen Sport weiter betreiben zu können. Denn mit diesem Ziel sind die verschiedenen Vereine angetreten, die in der Halle aktiv sind und sich in dem neuen Verein zusammengetan haben, der demnächst in der gemeinnützigen Gesellschaft aufgehen wird.
Arbeitsgruppen des Vereins befassen sich mit Projekten zur Hallentechnik und zur Vermarktung der Sportstätte. Schönheitsreparaturen werden durchgeführt und die Lüftungsanlage modernisiert, wie Ulrich Flötgen weiter berichtete. Zudem steht die Wärmeabkopplung vom Hallen- und Freibad Volkspark an, die bis zum 31. Juli 2007 ausgeführt sein soll. Gelder werden investiert, trotzdem soll die Liquidität der gemeinnützigen Gesellschaft langfristig erhalten bleiben, um über ein Guthaben für den Notfall zu verfügen. Geschäftsanteile an der neuen Gesellschaft werden die in der Eissporthalle aktiven Vereine sowie Christian Kühn, Schatzmeister des Eishockey-Vereins Kobras, Ulrich Flötgen, Vorsitzender des Nachwuchsvereins der Kobras, und Robert Gervers erwerben. Weitere Gesellschafter seien willkommen, sagte Flötgen, und das gelte auch für den Eiskunstlaufverein, mit dem noch keine Gespräche über eine Beteiligung geführt wurden. Es gehe nicht um persönliche Animositäten, sondern um den Sport und die Zukunft der Halle. Was es künftig nicht geben werde, seien die großen Eventveranstaltungen, da dafür das Geld fehle.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




