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Dinslaken-Hiesfeld: Die Macht des Windes

VON ANNA BLASWICH - zuletzt aktualisiert: 29.05.2007

Dinslaken-Hiesfeld (RPO). Anlässlich des bundesweiten 14. Deutschen Mühlentages öffneten in Hiesfeld die Wassermühle und die Windmühle ihre Pforten. 250 Besucher kamen, ließen sich überraschen und hatten Freude am Entdecken.

In der Windmühle Hiesfeld schauten sich Johanna (5) und ihre Schwester Katharina (4) gemeinsam mit Mutter Nicole Nienhaus einen Mühlstein an.  Foto: RPO
In der Windmühle Hiesfeld schauten sich Johanna (5) und ihre Schwester Katharina (4) gemeinsam mit Mutter Nicole Nienhaus einen Mühlstein an. Foto: RPO

Viel Wissenswertes zum Bau und zur Technik der Mühlen gab es gestern in Hiesfeld zu sehen. Hier luden die Windmühle und die Wassermühle in Hiesfeld anlässlich des 14. Deutschen Mühlentages ein, eine kleine Reise in die Welt der Mühlen zu machen.

Der Geruch von Korn

In der Turmwindmühle in Hiesfeld herrschte reges Treiben. „Trotz des schlechten Wetters haben wir sehr viele Besucher. Wir schätzen, dass es bei beiden Mühlen etwa 250 Besucher sein werden“, so Vorsitzender des Mühlenvereins Kurt Altena. Seit 1922 wird in der Windmühle kein Getreide mehr gemahlen und dennoch liegt noch ein schwerer Geruch von Korn und Staub in der Luft. Über die hölzernen Treppen gelangten die Besucher, an riesigen Mühlsteinen vorbei, bis oben in die Spitze der Mühle. Hier konnten sie die Aussicht auf große Zahnräder und natürlich auf Hiesfeld genießen. Die fast antiken zusammenhängenden Konstruktionen beeindruckten, das technische Verständnis der Erbauer wurde deutlich. „Leider haben wir heute keinen Wind, sonst könnten wir die Mühle in Gang setzen und Korn mahlen“, sagte Vereinsmitglied Heinz Siemenowski bedauernd.

Info

Öffnungszeiten

Das Mühlenmuseum in Dinslaken-Hiesfeld ist ganzjährig sonntags von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet. Die Windmühle ist an jedem ersten Samstag im Monat von 10 bis 14 Uhr zu besichtigen. Gruppenführungen durch das Mühlenmuseum und die Windmühle können unter Tel. (0 20 64) 9 41 88 vereinbart werden.

Die Paumühle in Hiesfeld öffnete ebenfalls ihre Türen für interessierte Besucher. Es erinnert nur noch wenig an die Zeiten, in denen mit Hilfe des mächtigen Wasserrades Maschinen betrieben wurden. Das Rad ist abmontiert und das Gebäude ist nun ein Mühlenmuseum.

Doch dieses zeigt mit einer großen Anzahl von Modellen die technische Entwicklung und Geschichte der Mühlen aus aller Welt. So sind unter anderem ein Modell der ersten Windkraftanlage der Welt aus Dänemark, ein Mühlennachbau der Legende Don Quichotes und eine horizontale Windmühle aus Afghanistan zu sehen. Natürlich gibt es im Mühlenmuseum auch eine Nachbildung der Hiesfelder Windmühle. Für die Dinslakenerin Monika Michael war es der erste Mühlentag. „Ich bin sehr begeistert. Die Modelle sind toll und so akribisch genau angefertigt.“

Die kleine Windmühle

Für viele war die Mühlenbesichtigung eine gute Alternative zum Spaziergang im Regen, sowie eine lehrreiche Abwechslung für die Kinder. Dem konnte die siebenjährige Lara Niesbach nur zustimmen: „Die Mühlen sind echt spannend.“ Aber nicht nur Wind- und Wassermühlen zeigt das Museum. Zum Schmunzeln bringen so manchen Besucher das Mühle-Brettspiel mit kleinen Windmühlenfiguren und eine Auswahl an verschiedenen Kaffeemühlen aus vergangenen Tagen.

Quelle: RP

 
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