Dinslaken: Dinslaken bekommt Stolpersteine
zuletzt aktualisiert: 13.12.2011Dinslaken (RP). Am Morgen hatte eine Mail aus der Bauverwaltung, darauf schließen lassen, dass die Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig nicht in der Neustraße verlegt werden könnten.
Doch das war bis zur Kulturausschuss gestern Nachmittag geklärt. So gab es viel Lob für den von Anne Prior ins Leben gerufenen Verein "Stolpersteine für Dinslaken" und den einhelligen Beschluss, dass mit dem Verlegen der Steine, die an das Schicksal der Dinslakener Juden während des Nationalsozialismus erinnern, im kommenden Jahr begonnen werden kann.
Die Stolpersteine sind Teil einer ganzen Reihe von Aktivitäten, mit denen Dinslaken sich seine NS-Geschichte bewusst machen will. 2013 gedenkt die Stadt der Machtergreifung der Nationalsozialisten vor 80 Jahren, der Reichspogromnacht vor 75 Jahren und der Errichtung des Mahnmals für die getöteten Dinslakener Juden vor 20 Jahren.
Auch Alfred Grimm, der das Mahnmal im Stadtpark geschaffen hat, beteiligt sich. Er plant vier Skulpturen, die in der Innenstadt an das Schicksal jüdischer Kaufleute und Handwerker erinnern sollen.
Weitere Projekte sind in Vorbereitung. So plant Harald Leipner ein Buch für die Grundschulen, dass sich mit der Geschichte der Juden in Dinslaken auseinandersetzt. Auch das Landestheater Burghofbühne, die Israel-AG des Theodor-Heuss-Gymnasiums sowie der Christlich-Jüdische Gesprächskreis des evangelischen Kirchenkreises planen für 2013 Projekte, die aber noch nicht konkret ausgearbeitet sind. Das Berufskolleg ist bereits in Zusammenarbeit mit dem Verein Stolpersteine aktiv geworden.
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