Dinslaken: Dinslaken will Chancen nutzen
VON RALF SCHREINER - zuletzt aktualisiert: 24.09.2011Dinslaken (RP). Fußgängerzone und Kaufhaus reichen nicht aus, um Dinslaken zukunftsfähig zu machen. Ein Image- und Marketingkonzept soll zeigen, wie die Stadt ihr Potenzial nutzen kann. Die Zwischenbilanz zeigt auch Risiken auf.
Einzelhändler
Den Einzelhändlern der Dinslakener Innenstadt werden die Zwischenergebnisse des Image- und Marketingkonzepts am Dienstag, 27. September, Beginn 19 Uhr, ider VIP-Lounge der Trabrennbahn vorgestellt. Im Anschluss besteht Gelegenheit mit den Planern über die einzelnen Themenfelder sowie Schwächen, Stärken, Chancen und Risiken zu diskutieren.
Dinslaken ist auf der Suche nach einem neuen Profil. Das Büro Dr. Jansen hilft dabei. Es erarbeitet zurzeit ein Image- und Marketingkonzept, das aufzeigen soll, wie sich aus vorhandenen Stärken Strategien entwickeln lassen, die "Marke Dinslaken" zukunftsfähig zu machen. Einen Zwischenbericht stellte die Steuerungsgruppe Innenstadt gestern in der VIP-Lounge der Trabrennbahn Dinslakener Politikern vor. Wie wichtig der Stadt Beteiligung und Dialog sind, wurde gestern einmal mehr deutlich. Am 25. Oktober wird an der Saarstraße, gegenüber dem ehemaligen Hertie-Kaufhaus, ein Projektbüro eröffnet, in dem sämtliche Fäden zur Innenstadtentwicklung zusammenlaufen. City-Management und Verwaltung werden dort präsent sein. "Das soll eine Anlaufstelle für alle Bürger sein", erklärte Baudezernent Dr. Thomas Palotz. Ein Internetauftritt wird vorbereitet.
Bürgerbefragung im Oktober
Es tut sich noch mehr. Im Oktober soll eine Bürgerbefragung zum Thema Wohnen anlaufen. Eigentümer, Mieter und Pächter werden zum Gebäudebestand und nach ihren Wünschen befragt. Noch in diesem Jahr wird mit dem Ausbau der Grünfläche inklusive Fußweg zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Saarstraße begonnen. 2012 gibt es eine Bürgerbefragung zum Stadtpark, das Bahnhofsumfeld wird neu gestaltet, das Fassadenprogramm fortgeführt. Für 2013 stehen die Gestaltung von Bahnstraße, Neutorplatz, Burgtheater und Kreisverkehr auf der Agenda. Wo Dinslaken zurzeit steht, stellte Angelina Sobotta vom Planungsbüro Dr. Jansen in einer Zwischenbilanz dar. Das neue Einkaufszentrum auf dem Hans-Böckler-Platz berge große Chancen, aber auch Risiken: Wenn es sich zum einzigen Magneten entwickele, könnten Altstadt und Neustraße ausbluten. Die City brauche mehr Mut für neue Wohnformen, eine innovativere Architektur, eine bessere Vernetzung der Einkaufsquartiere Neutor, Neustraße und Altmarkt. Der Gesundheitssektor mit Ärzten, Massagepraxen und anderen Dienstleistern verdiene mehr Beachtung, die Gastronomie müsse mehr Eigenständigkeit und Sogkraft entwickeln, der Radtourist nicht länger vernachlässigt werden. Dass Dinslaken die Schnittstelle zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet ist, ist für Heidinger kein Nachteil, sondern Stärke. "Daraus müssen wir unser Profil entwickeln. Dinslaken ist stark durch das Nebeneinander verschiedener Dinge. Wir brauchen die Klammer, die das zusammenfasst."
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