Dinslaken: Dinslakens Hilfe kommt an
VON MATTHIAS KNAUER - zuletzt aktualisiert: 21.10.2008Dinslaken (RPO). Für den Rumänienkreis der Heilig-Blut-Gemeinde war es ein außergewöhnlicher Hilfstransport nach Roman. Pastor Theo van Doornick spricht von einem Rekord. Sicher ist vor allem, die Hilfe kommt da an, wo sie benötigt wird.
Von dem schlimmsten Hochwasser aller Zeiten in der Region Moldau hatten die Bürger hier kaum etwas mitbekommen. Die ohnehin schon armen Menschen in der rumänischen Grenzregion zu Moldawien und der Ukraine waren nach dem Hochwasser obdachlos geworden und mussten zum Teil evakuiert werden.
Katastrophenhilfe
Für die Rumänienhilfe der Gemeinde Heilig Blut in Dinslaken war die Katastrophe ein Anlass für einen außerplanmäßigen Hilfstransport in die Region. Nach einem Aufruf hatten die Dinslakener in fünf Tagen 22 Tonnen Hilfsgüter zusammengetragen.
Spendenkonto
Wer die Arbeit des Rumänienkreises unterstützen will, kann seinen Beitrag auf das Spendenkonto bei der Volksbank in Dinslaken überweisen oder einzahlen. Mit dem Stichwort „Rumänienhilfe Dinslaken“ ist unter derr Kontonummer 102017021 (BLZ: 35261248) jede Hilfe willkommen. Spendenquittungen werden umgehend zugestellt.
Inzwischen ist der Transport angekommen. Die Fahrzeuge erreichten die Region rechtzeitig vor dem Winter. So dass die Hilfsgüter wie Kleidung, Bettwäsche, Schuhe und aber auch 150 Kartons mit Küchensachen und Geschirr rechtzeitig verteilt werden können.
Telefonisch bedankte sich der rumänische Pfarrer Cristian Galatanu bei Pfarrer Theo van Doornick. Der war selbst nicht mit in Roman, in der Diözese Iasi, in Ostrumänien. „Den Transport übernimmt immer eine Spedition, das klappt seit Jahren problemlos.“ Bevor es los gehen konnte, mussten die gut 2000 Kartons gepackt werden. „Die zehn Helfer haben quasi ständig Kisten gefüllt und dann alles auf Rumänisch beschriftet“, sagte van Doornick.
Die 25 Caritas-Mitarbeiter vor Ort sind in Roman für gut 350.000 Menschen zuständig, Sie hatten vorher mit den Bürgermeistern der 15 Dörfer gesprochen. Zusammen mit dem Gesundheitsamt hatten sie Listen erstellt, um für kranke und alte Menschen die richtige Hilfe zu organisieren.
„Dadurch soll einfach gesichert sein, dass nicht diejenigen die meiste Hilfe bekommen, die am lautesten schreien oder die besten Beziehungen haben“, so van Doornick. Trotzdem haben die Helfer die Kartons nicht nach den Bedarfslisten gepackt. „Wir haben ja keine Ahnung, wie beispielsweise die Kleidergrößen der bedürftigen Menschen sind.“
Seit 1992 setzt sich der Rumänienkreis Heilig Blut für die Menschen in Roman ein. Traditionell wird es zwischen Ostern und Pfingsten den nächsten Hilfstransport geben.
„Aber Hilfe können wir immer gebrauchen, sei es auch nur finanzielle Unterstützung“, sagte Theo van Doornick. „Speziell für die Kranken- und Altenpflege brauchen wir vor Ort immer Geld, um ausreichend Materialien zur Hand zu haben.“
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