Voerde: Ein jecker Import aus Waldbröl
VON MATTHIAS KNAUER - zuletzt aktualisiert: 13.11.2006Voerde (RPO). Die Narren sind los. Allüberall erwachte am Samstag der Hoppeditz, wurden Prinzenpaare proklamiert. Und der Voerder Karnevalsverein (VKV) lüftete das Geheimnis um seinen neuen Ehrensenator.
Prunksitzung
Die große Prunksitzung des Voerder Karnevalsvereins findet am 27. Januar 2007 statt. Wie immer wird dann in der Aula des Gymnasiums Voerde ein buntes karnevalistisches Feuerwerk abgebrannt. Dann wird mit Sicherheit auch der neue Ehrensenator seines Amtes walten und seine Büttenrede halten.
Für weitere Informationen einfach im Internet unter www.vkv-voerde.de vorbeischauen.
„Endlich fällt der Elfte im Elften mal auf einen Samstag!“ Hocherfreut begrüßte der Präsident des Voerder Karnevalsvereins, Stefan Schmitz, die zahlreichen närrischen Besucher im Vereinslokal „Zur Kutsche“ in Voerde. Endlich darf wieder geschunkelt, gesungen und gebützt werden. Und im VKV wird dann traditionell das Geheimnis über den neuen Ehrensenator gelüftet. Und der kommt in diesem Jahr nicht aus Voerde oder dem „benachbarten Ausland“. Peter Peisker heißt „der Neue“ und kommt aus Waldbröl, das liegt im Bergischen. Vor zwei Jahren hatte der 55-jährige Speditionsunternehmer am Tulpensonntagszug teilgenommen und war infiziert worden vom „Virus des Voerder Karnevals“. Seitdem unterstützte er seine Voerder Freunde mit Rat und Tat, Anlass genug den „Volumenspezialisten“ zum neuen Ehrensenator in Voerde zu ernennen. Und nachdem der bisherige Amtsinhaber Georg Schneider seine Amtskette überreicht hatte, schritt Peisker zu seiner Antrittsrede. „Ich war begeistert von euch Narren, spannt mich ruhig weiter vor den Karren“, lautete das Motto seiner Rede. Die war zwar noch etwas stockend, „doch bis zur Prunksitzung bekommen wir das auch noch hin,“ sagte Schmitz. Die erste Amtshandlung verlief dann umso reibungsloser, als Peisker den zahlreichen Ehrengästen aus Voerde den aktuellen Sessionsorden überreichte. Und getreu dem Motto der Voerder Session „Karneval ist zum Verlieben, wir feiern die Session 06/07“ hatten die Voerder ihren neuen Ehrensenator schon in ihr Herz geschlossen. Die 143 Kilometer von Waldbröl nach Voerde wird Peisker nach diesem Abend wohl noch lieber zurücklegen.
Zuvor hatte bereits ein buntes Programm für exzellente Stimmung gesorgt. Dabei durften natürlich auch nicht die insgesamt vier Tanzgruppen des VKV nicht fehlen. Angefangen bei den Funky‘s über Rejoice bis hin zu den Moonlights wussten sie das Publikum zu begeistern. Was auch für die fünfköpfige Tanzgarde galt. Für Wortspiele und Witze am laufenden Band sorgten „der Bauer und der Wiener“. Während der Österreicher mit dem längsten Echo der Welt angab, zeigte der Bauer, dass in Voerde das intelligenteste Echo der Welt ist. Denn die Voerder konnten sicher jedes angestimmte Karnevalslied mitsingen. Für wahre Schunkelorgien sorgte Dirk Elfgen mit einer bunten Mischung aus Musik und die Band „Solala“. Die fünf Musiker aus dem Kölner Raum brachten mit rockigen Versionen von „Alles was ich will“ und „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ den Saal auf höchster Flamme zum Kochen. Es wurde getanzt, gesungen und geschunkelt, so dass die Bedienung kaum noch zwischen den Tischen hindurch kam. Ein durch und durch gelungener Sessionsauftakt, der jetzt schon Lust auf mehr macht.
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