Hünxe: Erster Spatenstich mit Bagger
VON RALF SCHREINER - zuletzt aktualisiert: 18.02.2010Hünxe (RPO). Der Ausbau der Start- und Landebahn auf der Schwarzen Heide hat begonnen. Gestern um 11.15 Uhr bohrte sich auf dem Flugplatz die erste Baggerschaufel in die Erde. Die Piste wird in Richtung Westen um 600 auf 1500 Meter verlängert.
6,5 Millionen Euro
Die Rollbahn auf dem Flugplatz Schwarze Heide wird in westlicher Richtung von jetzt 900 auf 1500 Meter verlängert. Dies ist aufgrund europäischer Sicherheitsbestimmungen notwendig.
Das Flugfeld liegt unter einer dichten Schneedecke, die Rollwege sind vereist. Die Start- und Landebedingen auf der Schwarzen Heide sind nicht die besten. "Der Flugbetrieb ist eingeschränkt", sagt André Hümpel, Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft. Das bedeutet: wenig Starts, kaum Landungen. Es ist beinahe ruhig auf dem Flugplatz. Lediglich am westlichen Ende der Piste sind Motorengeräusche zu hören. Vor gelben Baucontainern rumoren hier seit gestern die Bagger. Stromkabel werden verlegt. Tieflader liefern Baumaschinen an. Der Ausbau der Startbahn hat begonnen.
Entwässerung
"Als ersten Schritt werden wir die gesamte Fläche entwässern", erklärt Stefan Hohenbrink, Bauleiter der Firma Oevermann aus Münster. Kanäle müssen gelegt, eine Verbindung zu den Regenrückhaltebecken nord-westlich der Startbahn hergestellt werden. Sobald das Wasser unterirdisch abfließen kann, wird über dem Hauptkanal eine Baustraße angelegt. Das Ganze wird einige Wochen in Anspruch nehmen. Der Wasserstand in diesem Bereich sei schon unter normalen Umständen relativ hoch, sagt der Bauleiter. "Deshalb wäre es gut, wenn der Schnee langsam abtauen würde."
Der Entwässerung folgt die Erneuerung der Rollwege in Richtung Osten. Der Abstand zur Startbahn wird vergrößert. Es entsteht ein neues Tankfeld. Das Gelände wird neu eingezäunt. "Mit gewöhnlichem Maschendraht", sagt André Hümpel. "Das wird kein Fort Knox." Der Flugbetrieb auf der Schwarzen Heide wird während der Ausbauphase so gut es geht weiterlaufen. Größere Behinderungen soll es nicht geben. "Wir werden die Startbahn Ende April, Anfang Mai um 200 Meter in Richtung Osten verlegen", berichtet der Flugplatzchef. Das ermögliche einen problemlosen Anschluss des neuen, 600 Meter langen Teilstücks an die bestehende Piste.
Auf der Flugplatz-Baustelle werden in Spitzenzeiten bis zu 35 Kräfte im Einsatz sein. Allein die Asphaltkolonne wird mit 15 Männern anrücken. Im August soll die neue Piste bereits eingeweiht werden. André Hümpel ist zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. Die Bauleitung macht das mit vom Wetter abhängig. Bei heftigem und länger anhaltendem Regen könnte sich der erste Start auf dem neuen Pistenabschnitt auch um einige Wochen nach hinten verschieben.
Anwohner der Flugplatzstraße müssen während der sechsmonatigen Ausbauphase keine zusätzlichen Beeinträchtigungen fürchten. Der gesamte Lkw-Verkehr wird von der Brinkstraße über den Langen Weg auf das Flugfeld geleitet.
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