Dinslaken: Erstmals gemeinsam gefeiert
VON MATTHIAS KNAUER - zuletzt aktualisiert: 24.05.2008Dinslaken (RPO). Zum ersten Mal feierten die drei Gemeinden Sankt Vincentius, Heilig Blut und Sankt Johannes gemeinsam Fronleichnam. Dazu gehörten auch ein eindrucksvoller Gottesdienst im Burgtheater und eine Prozession.
Der Himmel hatte mitgespielt und bei strahlendem Sonnenschein konnte der Gottesdienst im Burgtheater stattfinden. Im weiten Rund hatten sich viele Gläubige eingefunden. Vor dem Altar hatten die Kommunionkinder aus roten, gelben und blauen Blütenblättern christliche Symbole gelegt. Insgesamt begleiteten mehr als 60 Messdiener den Gottesdienst, darunter fast 40 Kerzenträger. Zahlreiche Verbände und Vereine hatten Fahnen- und Bannerträger abgestellt. Die Herren des Kirchenchores von Sankt Johannes unter der Leitung von Christoph Segerath trugen gesanglich ihren Teil zum Gottesdienst bei. Pastoralreferent Klaus Lasse zeigte sich hocherfreut über das eindrucksvolle Bild. „Das zeigt, wie sehr die Idee der ersten, gemeinsamen Fronleichnamsfeier in den Gemeinden mitgetragen wird“, sagte er. Seit Ende Oktober 2005 sind die drei Gemeinden zu einem großen Verbund zusammengefasst, bisher hatten sie aber immer getrennt Fronleichnam gefeiert.
Monstranz
Die Monstranz, das Zeigegefäß der Hostie, kommt nur an Fronleichnam zum Einsatz. Das meist strahlen- oder sonnenförmig gestaltete Gerät hat einen durchsichtigen Aufbewahrungsbehälter in der Mitte, wo die Hostie platziert wird. Damit ist sie für alle Gläubigen sichtbar. Daher leitet sich auch der Name ab. Monstranz kommt vom Lateinischen „monstrare“, was soviel bedeutet wie „zeigen“.
Leib und Blut Christi
Lasse betonte in seiner Predigt die Bedeutung des Festes des Leibes und Blutes Christi. „So wie Brot wichtig ist für unser Leben, kann Christus Brot für die Seele sein“, sagte er. Diese Nachricht müsse auf die Straßen getragen werden. „Sage mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist. Diese alte Weisheit ist an Fronleichnam ernst zu nehmen.“
Nach der Eucharistiefeier brachen die Gläubigen gemeinsam zur Prozession auf. Wohl geordnet und singend ging es vom Burgtheater am ND-Heim vorbei in den Innenhof des Sankt-Vinzenz-Krankenhauses. Am Ende des Zuges der Gläubigen trug Pastor Theo van Doornick die Monstranz durch die Straßen, begleitet von ständigem Glockenschellen und behütet von einem Baldachin. Angekommen am Krankenhaus warteten bereits einige alte und kranke Bewohner des Sankt-Franziskus-Altenpflegeheims und des Hospitals. Hier hatten die Kommunionkinder mit Blüten ein Kreuz gestaltet, und in der Mitte des kleinen Parks war ein Altar aufgestellt.
Nach der gemeinsamen Andacht zog die Prozession dann weiter. Entlang des mit Fahnen gekennzeichneten Wegy ging es mit Gesang und Gebeten weiter zum Altmarkt. Hier war ein erhöhter Altar errichtet worden, und erneut scharte sich die Gläubigen zu einer Andacht zusammen. Erst dann endete die Prozession.
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