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Voerde: Es gibt noch Lichtblicke

VON HEINZ SCHILD - zuletzt aktualisiert: 31.12.2008

Voerde (RPO). Leonhard Spitzer hat noch einiges vor. Vieles steht beim Bürgermeister der Stadt Voerde auf der Agenda. Er ist zuversichtlich, dass er nach der Kommunalwahl im neuen Jahr auch weiterhin das Sagen im Rathaus haben wird. 2009 ist für Spitzer ein überaus spannendes Jahr.

Info

Wahljahr 2009

Dem Wahljahr 2009 blickt Leonhard Spitzer mit Spannung entgegen. Der Ausgang der Kommunalwahl wird entscheiden, welche Veränderungen es im Voerder Rat gibt. Spitzer ist optimistisch, dass er die Bürgermeisterwahl gewinnen wird, und hofft auf einen fairen Wahlkampf.

Es gibt noch Lichtblicke in dieser Zeit, in der die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung im neuen Jahr negativ ausfallen und es den Anschein hat, dass sich die Schwarzmaler mit ihren Hiobsbotschaften gegenseitig überbieten wollen. Ein Lichtblick: Bei der Gewerbesteuer hat es für Voerde eine deutliche Entwicklung nach oben gegeben: zehn Millionen Euro mehr. Das stimmt den Bürgermeister „optimistisch, aber nicht euphorisch“. Ob dieser finanzielle Lichtblick allerdings von Dauer sein wird, das vermag Leonhard Spitzer nicht zu prognostizieren. Doch er erkennt die Tendenz, dass dadurch das städtische Defizit von 6,5 Millionen Euro reduziert werden kann. Allerdings haben die höheren Gewerbesteuereinnahmen auch eine negative Folge: Für 2010 kann die Stadt Voerde deshalb von geringeren Schlüsselzuweisungen ausgehen.

Neuansiedlungen erwartet

Der Verwaltungschef rechnet damit, dass sich in absehbarer Zeit zwei Firmen in Voerde ansiedeln werden. Zudem erwartet er den Bewilligungsbescheid vom Land, der es ermöglicht, das Betreuungsangebot der unter Dreijährigen auszuweiten. Rund zwei Millionen Euro sollen dafür aufgebracht werden, die Landesförderung könnte 90 Prozent betragen.

Gegenwärtig sind etwa 50 Prozent des ehemaligen Babcock-Geländes vermarktet, zügig soll es im neuen Jahr damit weitergehen. Ansiedlungsgespräche werden mit Zuliefern von Winergy geführt. Eine Firmen-Verwaltung wird demnächst nach Friedrichsfeld verlegt, wie Spitzer ankündigte (den Firmennamen verriet er nicht). 100 Büroarbeitsplätze sollen dort entstehen. Froh ist der Verwaltungschef, dass es ihm gelungen ist, in langen Gesprächen Babcock an den angestammten Standort zurückzuholen. Der Konzern bildet in Friedrichsfeld Schweißer aus und nutzt rund 20 000 Quadratmeter Hallenfläche, um Geräte für die eigenen Baustellen aufzuarbeiten. „Das ist knochenharte Wirtschaftsförderung, die zum Erfolg geführt hat“, so Spitzer, der Wert darauf legt, für Unternehmen ein zuverlässiger Ansprechpartner zu sein.

Zu den Firmen, die sich für Voerde entschieden haben, gehört das Bocholter Familienunternehmen Elsinghorst. Auf einem 5,5 Hektar großen Grundstück an der Böskenstraße entsteht die „Elsinghorst Stahlwelt“. Viel Potenzial bietet für Spitzer der Hafen Emmelsum, von dem er überzeugt ist, dass dies Areal noch überregionale Bedeutung erlangen wird.

Der Erhalt und der Ausbau der Infrastruktur ist für Leonhard Spitzer ebenso wichtig wie die Wirtschaftsförderung. Deshalb steht die Voerder Innenstadtentwicklung bei ihm ganz oben auf der Agenda. Die Verlagerung der Friedrichsfelder Sportanlagen soll der Entwicklung des Ortsteils dienen und weitere Wohnbebauung ermöglichen, um angesichts der demografischen Entwicklung die Einwohnerzahl zu halten. Spitzer kann sich gut vorstellen, dass später beispielsweise Mitarbeiter des in Hünxe geplanten Logistikparks von Pro Logis in Friedrichsfeld leben werden.

Langfristige Ziele

Etwas geschehen muss nach Ansicht des Stadtoberhaupts mit dem Friedrichsfelder Marktplatz. Auch dessen Entwicklung will Spitzer als Bürgermeister begleiten, denn er legt Wert auf Kontinuität, verfolgt langfristige Ziele. Als ein Riesenprojekt stuft er die Deicherneuerung in Götterswickerhamm ein und erwartet, dass sich das Land mit Städtebaumitteln an der geplanten Veränderung des Ortsbildes beteiligt. Weiterhin stehen der Lärmschutz entlang der Betuwe-Linie sowie der Straßenausbau in Möllen auf der Agenda des Verwaltungschefs. Auch für die Voerder Jugendlichen will Bürgermeister Leonhard Spitzer etwas tun. Er denkt an verbesserte Angebote im Freizeitbereich, sei es über die Jugendheime oder durch die offene Jugendarbeit.

Quelle: RP

 
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