Dinslaken: Festival mit Atmosphäre
VON ROMINA KETTNER - zuletzt aktualisiert: 11.08.2008Dinslaken (RPO). Seit nunmehr zehn Jahren gibt es das Fantastival. Die Rheinische Post hörte sich bei einigen Besuchern des Dinslakener Open-Air-Festivals um, was sie zur Sprechstunde von Doktor Stratmann ins Burgtheater geführt hat.
Wer in den Abendstunden einen kleinen Spaziergang durch die Dinslakener Altstadt macht, hört Stimmen, kräftigen Applaus oder Musik und Gesang – das zehnte Fantastival läuft. Das bedeutet nicht nur herzhafte Lacher und musikalische Hochgenüsse, sondern auch gemütliche Abende bei lauschiger Atmosphäre im Freilichtheater. Dass das Burgtheater nicht nur durch sein besonderes Ambiente einladend wirkt, bestätigt auch der Dinslakener Manfred Kromer. „Ich besuche das Fantastival jetzt schon zum achten Mal und ich kann sagen, dass ich zu einem richtigen Fan geworden bin. Comedy und Kabarett schaue ich mir am liebsten an.“
Weitere Highlights
„Wilhelm Busch & Tusch“ heißt es heute um 20 Uhr im Burginnenhof. Morgen um 20 Uhr begrüßt Konrad Beikircher das Publikum mit seinem Programm „Die Rheinische Neunte“ im Burgtheater. Am Donnerstag, 14. August, 20 Uhr, spielt Quadro Nuevo im Burginnenhof temperamentvolle Melodien.
Die Geschwister Anne und Beate Symann sind schon seit Beginn des Fantastivals mit dabei. „Wir schenken unserem Vater jedes Jahr zu Weihnachten eine Karte für das Fantastival. Das ist fast schon Tradition“, lächeln die jungen Frauen aus Dinslaken. Eine warme Jacke und Salzstangen zum Knabbern haben sie mitgebracht. Aber sie vertrauen darauf, dass sich das Wetter beim Auftritt von Doktor Stratmann hält.
Geburtstagsgeschenk
Barbara Zimmer und Georg Schmidt sind nicht so optimistisch, was das Wetter anbelangt. „Das ist unser drittes Fantastival. Und letztes Jahr hat es geschüttet wie aus Eimern, da haben wir uns für heute Abend mit Regenjacken und Sitzkissen eingedeckt“, erzählt die Borkenerin. „Der Besuch bei Doktor Stratmann ist allerdings eine Premiere für uns, von daher sind wir gespannt und freuen uns“, ergänzt Georg Schmidt. Es gibt auch Besucher, die erst kurz vor der Vorstellung von ihrem Glück erfahren haben, dass sie unter den Zuschauern sitzen werden. „Bis vor zwei Stunden wusste ich gar nicht, dass ich hier sein werde“, berichtet Uwe Hagen. „Das ist nämlich mein Geburtstagsgeschenk, mit dem man mich heute überrascht hat. Ich hoffe nur, dass das Wetter hält und wir nicht in so einem Dauerregen lachen müssen, wie vor zwei Jahren.“
Ein Tipp von Freunden
Angelika und Franz Valland aus Walsum wissen nicht nur Comedy und Kabarettkünstler im Burgtheater zu schätzen. Das Ehepaar verrät, dass es auch gern die Sommernacht des Musicals besucht. „Wir kommen zum sechsten Mal her und man kann sagen, wer einmal die Atmosphäre erlebt hat, der muss einfach wiederkommen“, schwärmt Franz Valland. Aufmerksam auf das Festival sind seine Frau und er durch Dinslakener Freunde geworden – und inzwischen zählt das Ehepaar zu den Stammbesuchern. Und davon besitzt das Fantastival viele, sie genießen das Programm, denn das ist ebenso vielfältig und bunt wie seine Besucher.
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