Dinslaken: Freitag flop, Samstag okay
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 30.08.2010Dinslaken (RPO). Mit neuem musikalischem Konzept ging es bei den Jugend-DIN-Tagen im Burgtheater zur Sache. Über den Freitag mit Hip-Hop freuten sich nur wenige der jungen Besucher. Erfolgreicher war dagegen das rockige Programm am Samstag.
Das "Support Your Local Scene"-Festival (SYLS) war bei den DIN-Tagen immer Garant für musikalische Unterhaltung. Der bunte Musikmix von Pop, Rock, Hip-Hop und Metal von Bands aus Dinslaken oder der nahen Umgebung hatte für jeden Besucher etwas im Programm. Das wussten auch die Jugendlichen zu würdigen, die immer zahlreich ins Burgtheater strömten. Dieses Mal spielte sich die Party dann eher vor der runden Arena auf der Straße ab. Der Grund dafür dürfte die etwas eintönige Programmgestaltung gewesen sein. "Was? Warum gibt's denn hier heute nur Hip-Hop?", fragt einer der jungen Besucher beim Blick auf das Programm für den Freitagabend. Wo früher schon immer einige Hip-Hop-Formationen im Programm standen, sind heute vier Bands mit Sprechgesang am Start.
Für die Jugend
Rund ums Rathaus Auf dem Platz vor dem Rathaus gab es zahlreiche Angebote für die jüngeren Jugendlichen. ND-Jugendzentrum und Pestalozzidorf boten Aktivitäten.
Kinderspaß Die jüngsten Besucher freuten sich über das Kinderschminken und ließen sich ihre Gesichter schön bunt anmalen.
Feuerwehr Besonders eindrucksvoll: der Fuhrpark der Feuerwehr.
Mäßig begeistert zeigen sich davon die Jugendlichen. Zwar wagen einige Metal-Fans sich mit Metallica-Shirt ins Burgtheater, weichen aber meist nach einem Glas Gerstensaft zu den rockigeren Veranstaltungen auf dem Altmarkt oder am Neutor aus. Dementsprechend leere Sitzplätze finden sich auch im Burgtheater. Zwischen 50 und 100 Zuschauer zugleich hören sich die Sprechgesänge von der Gruppe "Freiheitskämpfer" an. Auch die Hauptgruppe "Bandbreite" kann nicht wesentlich mehr Publikum ins Burgtheater locken. Und das, obwohl die Duisburger mit teils melodischem Gesang, kritischen Texten und begleitenden Musikvideos eine wirklich gelungene Show abliefern. Leider gibt es dafür nur ein sehr kleines Publikum.
Trumpfkarte: Rockmusik
Etwas besser läuft es dafür am Samstag. Trotz des unbeständigen Wetters mit reichlich Regen finden hier mehrere Hundert Besucher gleichzeitig ihren Weg ins Rund des Burgtheaters. Dafür mitverantwortlich dürften die beiden großen Namen sein, die hier auf dem Programm stehen: "Trustgod Simon" und "Without Wax". Erstere ziehen bei ihrem Auftritt direkt die ersten Pogo-Tänzer vor die Bühne. Frontmann "Mundi" schmettert punkrockige Stimmungslieder von der Bühne, die gerne mitgegrölt werden, während Gitarrist "Maddin" auch mal gerne (fast) alle Hüllen fallen lässt und den Zuschauern in Unterhose einheizt. Die Jugendlichen feiern ihre Lokalhelden und tanzen sogar mit ihnen auf der Bühne. Dabei nehmen sich die Mannen von "Trustgod Simon" mehr Zeit, als ihnen eigentlich zugedacht wurde. Warum auch nicht, solange das Ganze Spaß bringt.
"Schönen guten Abend, Dinslaken", begrüßt "Without Wax"-Sänger Yannick Dahl die wachsende Zuschauerzahl vor der Bühne. Die jungen Musiker haben das Publikum vom ersten Ton an im Griff und liefern eine überzeugende Rock-Performance ab, die nicht nur Jugendliche im Burgtheater anspricht. Auch einige ältere Musikfreunde zieht es aus Richtung Altmarkt zu den frischen, rockigen Klängen. Trotzdem fehlt ein wenig der Musikmix des SYLS-Festivals.
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