Dinslaken: Ganz viel Theater
VON JÖRG WERNER - zuletzt aktualisiert: 12.06.2007Dinslaken (RPO). Auch wenn die Stadt weiter sparen muss, das kulturelle Angebot bleibt auf hohem Niveau. Das war die Botschaft von Kulturamtschef Klaus-Dieter Graf bei der Vorstellung des Spielplans 2007/2008.
Verkauf läuft
Der Vorverkauf der Abonnements für die kommenden Spielzeit hat begonnen. Die Programmübersicht mit allen Angeboten der Spielzeit 2007/2008 liegt vor und ist ab sofort erhältlich. Informationen gibt’s auch im Amt für Bildung, Kultur und Stadtgeschichte unter Tel. (0 20 64) 66 270, 66 434 und 66 267.
Zwar ist der Kulturetat nicht noch einmal eingedampft worden, dennoch das Geld bleibt knapp. 150 000 Euro stehen für die Veranstaltungen des Spielplans 2007/2008 zur Verfügung, 135 000 davon fließen allein in die Aboreihen. Deren Zahl ist gleichgeblieben. Von Musiktheater über Schauspiel und Kabarett bis Kindertheater können die Dinslakener unter neun Aboreihen wählen, zusätzlich gibt’s wieder das Wahlabonnement, bei dem drei Veranstaltungen aus den Reihen Musiktheater, Schauspiel und Premierenschauspiel kombiniert werden können.
Dass die Abopreise mit Beginn der kommenden Spielzeit leicht angehoben wurden hat allen Unkenrufen zum Trotz nicht zu einer massiven Kündigung der Abonnenten geführt. Im Gegenteil: Wie Graf und seine Mitarbeiterin Heidrun Kerz gestern berichteten, ist die Kündigungsfrist abgelaufen, und das Kulturamt verzeichnete weniger Kündigungen als sonst üblich.
Neue Jugendtheaterreihe
Eine entscheidende Neuerung gibt’s auch. Erstmals hat das Kulturamt fürs Jugendtheater nicht von außerhalb eingekauft, sondern sich darauf besonnen, dass die Dinslakener Burghofbühne hier viel zu bieten hat. So gibt’s einen neuen Namen für die Jugendtheaterreihe. Unter dem Titel „Just take five“ wird die Burghofbühne fünf Stücke präsentieren, zwei davon „Der Sturm – Ariel erzählt“ nach Shakespeare und „Luuser“ von Stefan Ey, Leiter des Burghofbühnen-Jugendtheaters, sogar als Uraufführung. Im Premierenschauspiel will das Dinslakener Theater, so Intendant Thorsten Weckherlin, weiter auf das Erfolgsrezept der vergangenen Jahre – Literaturadaptionen und Unterhaltsames auf hohem Niveau –setzen. Dramaturg Lars Helmer hat eine Bühnefassung des Dürrenmatt-Romans „Das Versprechen“ erarbeitet, die erstmals aufgeführt wird, und die Burghofbühne präsentiert den Komödienklassiker „Die Feuerzangenbowle. Spannung verspricht die Weckherlin-Inszenierung von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde, und komisch wird’s wieder bei „Herren“ – eine „Komödie für drei Herren und eine Fleischwurst“.
Besonderes Jazzprogramm
Auch in der Schauspielreihe gibt’s eine Komödie – „Herbstzeitlose“ in einer Inszenierung der „Gastspiele Berlin“ mit Edith Hancke – und eine Literaturbearbeitung – „Der Schimmelreiter“ nach der bekannten Storm-Novelle. Die Jazzinitiative bietet zu ihrem Zehnjährigen, wie bereits berichtet, ein besonderes Programm. Neu ist, dass das Kabarettabo auf den Sonntag ausgedehnt wurde. Dafür gibt’s Kabarettkarten für Freitag und Samstag jetzt auch im freien Verkauf.
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