Hünxe: Gartenarbeit, Slogan, Flugschein
zuletzt aktualisiert: 03.01.2011Hünxe (RPO). In Hünxe sind die Wünsche nicht minder vielfältig als bei den Voerder Nachbarn:
Martin Duscha Hünxer Pfarrer und Superintendent im evangelischen Kirchenkreis Dinslaken
Was ich mir wünsche "Schon allein Vorsätze zu fassen, ist nicht leicht. Denn es bedeutet, sich mit dem, was im vergangenen Jahr gewesen ist, auseinanderzusetzen. Vorsätze für das neue Jahr fasse ich nicht ohne Grund, sondern auf dem Hintergrund dessen, was war. Die Jahreslosung für 2011 ist für mich ein guter Vor-Satz, der mir hilft, nachzudenken: ,Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem' (Röm. 12, 21). Dabei soll mich die Anekdote vom großzügigen König leiten: Ein König sollte folgendes Urteil unterschreiben: ,Gnade unmöglich, im Gefängnis lassen!' Ihm kam das Urteil zu hart vor, weil er an die Zukunft des Mannes und seiner Familie dachte. Er änderte das Urteil um: ,Gnade, unmöglich im Gefängnis lassen!' Er machte nur eine Kommaverschiebung. So lautete das Urteil auf Freispruch. Im vergangenen Jahr habe ich erlebt, dass Gott bei mir ständig solche Kommaverschiebungen gemacht hat. So will ich mir fürs neue Jahr nichts Großes vornehmen. Nur eben diese ,Kleinigkeit', dass ich 2011 im Umgang mit meinen Mitmenschen und mit mir selbst die Kommata an die richtige Stelle setze."
Was ich vermeiden möchte "In den Begegnungen mit Menschen möchte ich vermeiden, dass ich sie nach meinen Vorurteilen beurteile und mit ihnen so umgehe. Das hindert eine offene Wahrnehmung. Deshalb sage ich mir, Martin, beurteile nicht nach deinem Vorurteil."
Willy Pillekamp Hünxer Alt-Bürgermeister
Was ich mir wünsche "Ich möchte wieder meinen Garten pflegen, die Obstbäume schneiden und den Rasen so schön in Ordnung halten, wie er vor dem vielen Schnee war. Wenn meine Frau dann wieder gesünder ist, wollen wir nach Mallorca in den Urlaub fliegen. Wir sind nicht mehr die Allerjüngsten und müssen auf unsere Gesundheit achten, deshalb wollen wir auch im nächsten Jahr jeden Tag eine Radtour machen. Wir fahren immer mit der Familie eine Runde um den Golfplatz, das sind ungefähr zehn Kilometer. Es tut richtig gut, wenn man sich kräftig bewegt."
Was ich vermeiden möchte "Natürlich möchte ich vor allem Krankheiten meiden. Und, dass ich mir nicht noch mehr Kilos drauf füttere. Ich wiege jetzt 85 Kilogramm und die reichen mir."
Barbara Grimm Künstlerin aus Bruckhausen
Was ich mir wünsche "Ich möchte nun im Ruhestand das neue Jahr mehr genießen können und ohne den beruflichen Druck alles entspannter sehen. Dazu will ich reisen, Museen besuchen und gezielt auf eine Ausstellung von mir hinarbeiten, die im nächsten oder übernächsten Jahr laufen wird."
Was ich vermeiden möchte "Stress und Krach mit meinem Mann."
Ralf Lange Vorsitzender des STV Hünxe
Was ich mir wünsche "Einen tollen Slogan für den STV. Wir haben bis zum 30. November Vorschläge angenommen, die von einer Jury jetzt ausgewertet werden. Auf unserer Jahreshauptversammlung am 10. März wird der Slogan bekanntgegeben. Wir haben rückläufige Mitgliederzahlen, und dies ist einer von mehreren Bausteinen, die Attraktivität beim STV wieder zu steigern. Es wird neben dem Sport neue Sachen wie Darts oder Skat geben, um das Vereinsheim zu stärken und für mehr Geselligkeit zu sorgen."
Was ich vermeiden möchte "Dass die sportliche Talfahrt unserer ersten Fußballmannschaft weitergeht und rückläufige Mitgliederzahlen."
Michael Herbrecht Forstoberinspektor
Was ich mir wünsche "Ich hoffe, dass ich die Zeit finde, meinen Flugschein auszubauen. Dienstlich wartet mit einer großen Aufforstung eine Riesenaufgabe. Es werden zehn Hektar auf einen Schlag aufgeforstet, was uns viele Monate beschäftigen wird – und das neben dem normalen Tagesgeschäft."
Was ich vermeiden möchte "Knatsch – davon habe ich genug gehabt. Es soll ruhiger werden."
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