Dinslaken: Gemeinsam durch den Nebel
VON LENA STEEG - zuletzt aktualisiert: 14.01.2008Dinslaken (RPO). Mit Zuversicht will Pastor Theo van Doornick das Jahr 2008 in den Blick nehmen. Während des Neujahrsempfangs im Johannahaus reflektierte er die Erfolge und Rückschläge 2007 und rief zum gemeinsamen Weitergehen auf.
„Stehenbleiben beim Beklagen kann unsere Sache nicht sein.“ So sagt es Theo van Doornick und so will es die Gemeinde, die sich im Johannahaus bis in die letzten Winkel zwängt, um dem neuen Pastor der Vincentiuskirche bei seinem ersten Neujahrsempfang zur Seite zu stehen. Die Inspiration zu seiner Rede hatte van Doornick in der Silvesternacht gefunden. „Wir standen im dichtesten Nebel, konnten weder vor, noch zurück sehen.“ Da lag die Frage „Soll das etwa ein Zeichen sein?“ natürlich nah. Die Antwort war schnell gefunden: Nein, soll es nicht. Darf es nicht! „Wir finden schon einen Weg.“ Denn genau wie in der Neujahrsnacht weniger das bunte, unterm dunstigen Himmel verschwundene Feuerwerk, als vielmehr die Herzlichkeit der sich gegenseitig erahnenden Nachbarn eine Rolle spielte, so will van Doornick auch das kommende Kirchenjahr angehen.
Loblied auf Klaus Lasse
„Wenn es ihn nicht gäbe, müsste man ihn erfinden“, schließlich sei Pastoralreferent Klaus Lasse ein „menschenfreundliches Original der Dinslakener Kirche“, lobte van Doornick seinen Wegbegleiter und widmete ihm den Beatles-Song „When I’m 64“, gespielt vom Jungen Musikkreis Heilig Blut.
Nur gemeinsam stark
„Wir als Gemeinde insgesamt sind gefragt.“ An kleinen Beispielen stellte Pastor Kösters’ Nachfolger dar, was er meint, mit der Einigkeit und dem Engagement jedes Einzelnen. Das so genannte „Tannenbaum-Kommando“, zum Beispiel, das jedes Jahr am Heiligen Abend „zwischen Butterbrot und Kartoffelsalat“ in die Kirche kommt, 220 Teelichter entzündet, den Baum schmückt, die Lichterketten montiert. Oder die Sternsinger Heilig Blut, die seit nunmehr 35 Jahren von Haustür zu Haustür ziehen und 2007, gemeinsam mit Sankt Vincentius, die unglaubliche Summe von knapp 25000 Euro sammelten.
Viele Feste fürs neue Jahr
So gingen zu Weihnachten etwa 1000 Dankschreiben an ehrenamtliche Mitarbeiter, für die 2007 ein ereignis-, wie arbeitsreiches Jahr gewesen war. 86 Kinder und vier Erwachsene wurden getauft, 73 Jugendliche erhielten die Firmung, 123 Kinder feierten Kommunion. Fünf Menschen konvertierten, 112 Gemeindemitglieder verstarben. Vielleicht vermag die überdurchschnittlich hohe Zahl von 40 Eheschließungen darüber hinweg zu trösten, dass seit Juni 2007 keine der zwei von Münster zugesagten Priesterstellen neu besetzt wurde. Gefeiert wird 2008 trotzdem: Die ökumenische Woche im Februar, die 100-jährige Gründungsfeier mit der KAB Sankt Johannes Eppinghoven und vieles mehr. Schließlich gilt: „Gemeinsam wird das schon.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




