Dinslaken: Grün-Weißes Möllen
VON STEFFEN PENZEL - zuletzt aktualisiert: 18.06.2007Dinslaken (RPO). Ganz Möllen war am Wochenende in die Vereinsfarben des Tambourkorps Möllen gehüllt. Der feierte im bunt geschmückten Festzelt an der Rahmstraße den Festakt zum 100-jährigen Bestehen und weihte an der Turmhaube von Haus Ahr eine neue Fahne ein.
Voerde-Möllen Ob es nun genau dieses Wochenende vor 100 Jahren war, an dem der Möllener Tambourkorps gegründet wurde, konnte auch Wilhelm Schepers, 1. Vorsitzender des Spielmannszuges, nicht mehr nachvollziehen. Aber, dass sei eigentlich ja auch egal. „Wichtig ist, dass wir hier alle heute zusammen sind und feiern“, begann Schepers seine Eröffnungsrede im gut besetzten Festzelt an der Rahmstraße.
„Hingabe und Einsatz“
Der Vorstellung, dass die Mitgliedschaft im Korps nur ein bisschen Trommeln und Flöte spielen bedeute, erteilte Wilhelm Schepers eine Absage. „Dieses Hobby muss mit der nötigen Hingabe und mit dem Einsatz von viel Zeit betrieben werden. Denn um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, muss viel geübt werden.“
Gästeliste
Viele befreundete Vereine des Möllener Tambourkorps statteten dem Spielzug am Freitagabend einen Besuch ab. Neben den Möllener Schützen und den Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr feierten auch Mitglieder des BSV Eppinghoven und des Tambourkorps Drevenack kräftig mit. Mittendrin waren auch Pfarrer Ralf Federwisch und Heinz Boss vom Voerder Heimatverein.
Dieser Einsatz, fuhr Hans-Rudolf Jürging – Schirmherr der 100-Jahres-Feierlichkeiten – fort, hätten den Korps ein Jahrhundert lang „frisch und lebendig“ gehalten. „Der Tambourkorps gibt dem sozialen Gefüge hier in Möllen Halt. Er ist ein festes Stück Familiengeschichte und gewachsene Tradition“, so Jürging. Eine ganz spezielle Verbindung hat Rainer Herzig, stellvertretender Voerder Bürgermeister und Möllener, mit dem Spielmannszug. Dieser holte den Schützenkönig des BSV Möllen nach dem letzten Schützenfest mit lautem Radau aus den Federn. „Ich hatte verschlafen und der Korps ist mit Pauken und Trompeten durch mein Haus gezogen“, schmunzelte Herzig. Jahr für Jahr sei der Spielmannszug auf den Schützenfesten für einen „musikalischen Höhepunkt „ zuständig und habe seinen „festen, unverzichtbaren Platz hier im Ortsteil.“
Mitglieder geehrt
Ebenfalls ein waschechter Möllener ist Helmut Schneider, Vizepräsident des Rheinischen Schützenbundes. Die Resonanz auf das Jubiläum des Korps zeige laut Schneider deutlich, „dass wir Möllener eine Einheit sind, die zusammenhält wenn es drauf ankommt.“ Die Musik sei es, die Korps und Schützenbrüder verbinde. „Und das“, so Helmut Schneider abschließend, „soll auch bitte in Zukunft so bleiben.“
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