Hünxe: Grüner Gegenwind in Hünxe
VON RALF SCHREINER - zuletzt aktualisiert: 27.09.2008Hünxe (RPO). Hermann Hansen sitzt als Bürgermeister in Hünxe fest im Sattel. Für die Wahl im kommenden Jahr rechnet sich der 60-Jährige beste Chancen aus. Aus gutem Grund: CDU, FDP und UWH wollen den Parteilosen erneut unterstützen. Die Grünen wollen mit einem eigenen Kandidaten antreten.
Rückenwind für Hansen
Die Hünxer Christdemokraten, haben Hansen bereits dreimal unterstützt, Bürgermeister zu werden: am 3. Oktober 1997 durch den Rat der Gemeinde Hünxe mit Wirkung vom 1. April 1998, bei der Kommunalwahl 1999 und bei der Kommunalwahl 2004. Zuvor wurde er 1985, ebenfalls auf Initiative der CDU, zum Gemeindedirektor gewählt, ehe im Jahre 1993 mit Unterstützung der CDU die Wiederwahl in dieser Funktion erfolgte.
Seit dem 1. April 1998 ist Hermann Hansen hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Hünxe. Er möchte es eine weitere Wahlperiode bleiben. „Ich fühle mich gesund, die Arbeit macht mir Spaß“, sagte er der Rheinischen Post. Solange das so bleibt, sehe er – eine erneute Wiederwahl vorausgesetzt – keinen Grund, den Chefsessel im Rathaus zu räumen.
FDP: „Unser Kandidat“
„Hünxe fährt mit Hansen ausgezeichnet“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Eduard Strych. Seine Arbeit im Bereich der Gewerbe- und Industrieansiedlungen sei hervorragend, auch die allgemeine Entwicklung der Gemeinde habe er gut voran gebracht. Offiziell habe sich die CDU zwar noch nicht positioniert, aber „alle Gespräche deuten darauf hin, dass wir Hermann Hansen wieder unterstützen“, so Strych.
Auch die Hünxer Liberalen stehen hinter Hansen. Auch sie bescheinigen ihm gute Arbeit. „Ich sehe nicht, wer das besser leisten könnte“, erklärte FDP-Parteichef Dr. Manfred Wüstemeyer. „Das ist unser Kandidat.“ Für die Unabhängigen gibt es zu Hermann Hansen keine Alternative. Angela Bachem Brögger, Parteichefin der UWH, betonte, dass es zwar auch immer wieder Meinungsverschiedenheiten zwischen ihrer Fraktion und Hansen gebe, dass Der Bürgermeister auch sicherlich mal Fehler mache. „Wenn es um das Wohl der Gemeinde geht“, sei er jedoch der richtige Mann. Es gibt auch andere Meinungen. Bis vor kurzem machte im politischen Hünxe die Nachricht die Runde, dass die SPD einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken werde. „Ich denke, dass es nicht dazu kommt“, sagte SPD-Vorsitzender Ulrich Lordick auf RP-Anfrage. Das letzte Wort dazu sei aber noch nicht gesprochen. Das Thema soll auf die Tagesordnung der Mitgliederversammlung am 14. November.
„Sehr wahrscheinlich“
Für „sehr wahrscheinlich“ hält es Beate van Laak, dass die Grünen mit einem eigenen Kandidaten oder einer Kandidatin gegen Hermann Hansen antreten. „Ohne Gegenkandidaten kann das diesmal nicht laufen“, meint die Parteivorsitzende. Wer gegen Amtsinhaber Hansen ins Rennen gehen kann oder soll, sei allerdings noch nicht entschieden. Das wollen die Grünen erst auf der Mitgliederversammlung im Januar klären. Ob sie selbst zur Verfügung stehe? „Ich lege mich da noch nicht fest“, erklärte Beate van Laak. Als Kreisvorstandsmitglied der Grünen müsse sie für ihre politische Arbeit Prioritäten setzen. Bei der Wahl im nächsten Jahr werde es nicht darum gehen, dass die Grünen nur ein paar Sitze mehr im Rat bekommen. „Wenn wir kandidieren, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass wir auch durchkommen.“
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