Dinslaken: Gutschein gegen Geschenk
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 29.12.2008Dinslaken (RPO). Die Dinslakener Innenstadt war nach den Weihnachtstagen prall gefüllt. Die Geschäfte erlebten noch einmal einen großen Kundenansturm. Viele Menschen tauschten Geschenke um oder lösten Gutscheine ein.
Die Weihnachtspause war kurz. Die Ruhe in der City währte nur zwei Tage lang, Die Einzelhändler hatten bereits am Samstag wieder alle Hände voll zu tun. Gutscheine wollten eingelöst und nicht ganz überzeugende Geschenke eingetauscht werden. Kein Wunder, dass es da in der Dinslakener City richtig brummte.
In der Schmuckabteilung von Hertie standen die Kunden Schlange. Entweder Umtausch oder sich von weihnachtlichen Geld- und Gutscheingeschenken auch nach dem Fest noch etwas Schönes gönnen.
Mit einer Taschenuhr in der Hand stand Fabian Hannen vor der Kasse. „Ich möchte die Uhr gerne umtauschen“, sagte er. Der Zeitmesser, ein Geschenk seines Vaters, gefiel ihm zwar gut. Leider hatte sich aber die Kette der Uhr gelöst.
Zum Umtausch hatte sich auch Martha-Maria Magiera auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Bei Fischedick hatte sie ihrem Mann einen Schlafanzug als Geschenk gekauft. „Der ist allerdings ein bisschen groß ausgefallen“, erklärte die 67-Jährige. Kein Problem. Schnell wurde das Kleidungsstück umgetauscht. „Ich hoffe, der sitzt jetzt richtig.“
In der Buchhandlung Thalia herrschte Hochbetrieb. Doch hier gaben die Kunden lieber Geld aus oder lösten Gutscheine ein. „Mit dem Umtausch hält es sich in Grenzen“, berichtete Filialleiter Thomas Staudinger. Nur Bestseller würden gerne mal doppelt verschenkt und dann umgetauscht. Bei den Gutscheinkäufen gab es keinen echten Renner. „Es wird alles querbeet gekauft“, sagte Staudinger. Zum Umtausch war Andrea Lachmann in den Laden gekommen. „Ich habe meiner Tochter ein Buch geschenkt, das sie schon hatte“, sagte die 40-Jährige. Schnell ist „Englisch – keine Hexerei“ gegen den zweiten Band aus der Serie mit Hexengeschichten eingetauscht.
Ohne Einkaufstasche kam Karin Wegner aus der Filiale von Jack Wolfskin. „Ich wollte meinem Sohn ein paar warme Hausschuhe schenken. Leider waren sie zu klein“, erzählte die 52-Jährige. Und die richtige Größe war nicht vorrätig. Die Aktion war ein kleiner Weihnachtsspaß. Ihr 23-Jähriger Sohn hatte neue Winterreifen zum Fest bekommen und dazu passend sollte er das wärmende Schuhwerk erhalten. „Er hätte sich auf jeden Fall darüber gefreut“, meinte Karin Wegner weiter. Jetzt hat sie erstmal eine Gutschrift bekommen.
„Die Kunden planen ihre Einkäufe sehr gut und verschenken gerne Gutscheine“, brachte es Jörg Buchholz, geschäftsführender Gesellschafter von Medi Max, auf den Punkt. Wenig Umtausch – viel Eintausch. Gutscheine gegen Ware.
Voller Laden, gute Geschäfte
Ähnliches wusste auch Hans-Joachim Mankiewicz vom Schuh- und Sportgeschäft Boogen zu berichten. „Die Umtäusche halten sich in Grenzen aber es werden jetzt viele Gutscheine eingelöst“, sagte er und freute sich über einen vollen Laden. Spielzeughändler Georg Bellenhaus konnte sich nicht beklagen. „Der Laden war heute schon voll. Die Umtäusche halten sich in Grenzen“, sagt er. Auch hier lösten die Menschen lieber Gutscheine ein.
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