Dinslaken: Haus nach Brand unbewohnbar
VON ULRICH SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 02.01.2009Dinslaken (RPO). In der Silvesternacht hat das Dach eines Dinslakener Doppelhauses Feuer gefangen. Verletzt wurde niemand. Die Ursache ist noch unklar. Nachbarn versuchten vergeblich zu löschen. Der Sachschaden beträgt zirka 150 000 Euro.
Das Feuerwerk war beendet, die Gäste von Familie Rissel an der Johannastraße waren zum Weiterfeiern und vor allem Aufwärmen ins Haus zurückgekehrt. Als plötzlich ein Ruf die Gesellschaft aufschreckte: „Da drüben lodern Flammen!“
Das Dach des Doppelhauses gegenüber Rissels hatte Feuer gefangen – gegen 0.40 Uhr in der Silvesternacht, wie die Polizei gestern mitteilte. Der Brand dehnte sich auf den Dachstuhl des hübschen, erst wenige Jahre alten Wohnhauses aus. Die von den Nachbarn verständigte Feuerwehr rückte mit einem starken Aufgebot an und löschte den Brand. Doch eine Haushälfte ist zurzeit unbewohnbar. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf zirka 150 000 Euro. Die Ursache des Feuers war gestern Abend noch nicht geklärt, Experten der Kriminalpolizei ermitteln.
Versicherung
Im Brandfalle übernimmt die Feuerversicherung die Reparaturen am Gebäude. Für Schäden in der Wohnung ist die Hausratsversicherung zuständig.
Lässt sich ein Verursacher eines Hausbrandes ermitteln, fordern Feuerversicherungen bis zu 300 000 Euro Rückerstattung ein. Kann dem Verursacher Vorsatz nachgewiesen werden, kann seine Haftpflichtversicherung die Zahlung verweigern.
Gartenschlauch eingefroren
Bewohner kamen nicht zu Schaden. Beide Haushälften standen zum Brandzeitpunkt leer, eine Familie musste sogar aus dem Urlaub zurückeilen. Wie die Feuerwehr mitteilte, sind die geschockten Bewohner bei Familienangehörigen untergekommen.
Die tiefen Temperaturen hatten eine schnellere Hilfe gegen die Flammen verhindert. Peter Barton, Gast der Silvesterfete bei Familie Rissel, hatte sich auf die Garage des brennenden Hauses helfen lassen – mit einem Gartenschlauch in der Hand. „Aber es kam kein Wasser – der Schlauch war eingefroren“, berichtete er gestern Mittag, als er die Feuerwerksreste auf der Straße zusammenfegte. Weiter sagte er: „Ein anderer Nachbar hatte noch versucht, den Brand mithilfe seiner Gartenpumpe zu löschen, aber auch die war eingefroren.“
Die Feuerwehr vermochte ein schlimmeres Übergreifen auf den rechten Dachstuhl zu verhindern. 45 Feuerwehrleute der Einheiten Hauptwache und Stadtmitte sowie später auch aus Hiesfeld waren vor Ort.
Die Hiesfelder hatten zunächst noch ein zeitgleich ausgebrochenes Feuer an der Friedrich-Ebert-Straße löschen müssen. Auf einem Balkon im dritten Obergeschoss war entzündliches Material durch einen Feuerwerkskörper in Brand geraten. Die Feuerwehr bekam die Flammen rasch erstickt, danach rückten die Hiesfelder sofort zur Johannastraße ab.
Aus der Silvesternacht meldet die Feuerwehr Dinslaken insgesamt 13 Einsätze: der erste trug sich bereits eine Viertelstunde vor Mitternacht zu, der letzte um 7.30 Uhr gestern Morgen. „Von übermäßigem Alkoholgebrauch über Schnittverletzungen, Verletzungen durch Schlägereien und Verbrennungen durch Feuerwerkskörper war das gesamte Einsatzspektrum einer Silvesternacht vorhanden“, resümierte Christian Tholl, Pressesprecher der Dinslakener Feuerwehr.
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