Dinslaken: Heiße Zeiten für Kinder
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 18.02.2009Dinslaken (RPO). Viel zum Lernen, Spielen und Entdecken gab es im Rathaus, in der Stadthalle und auf dem Wochenmarkt beim Klimaaktionstag "Heiße Zeiten" für mehr als 200 Viertklässler aus den Dinslakener Grundschulen.
Grashüpfer und Schmetterlinge machen sich auf den Weg in die Dinslakener Stadthalle. Doch steht hier keine Insektenplage ins Haus. Diese Namen haben die verschiedenen Teams der Viertklässler von Moltkeschule, Averbruchschule, Gartenschule und der Schule in der Hühnerheide bekommen, damit sie sich während des Klimaaktionstages "Heiße Zeiten" in ihren Gruppen zurechtfinden.
Und so sind dann 200 Schüler in der Stadthalle und im Rathaus unterwegs. An neun Stationen mit sieben verschiedenen Angeboten gibt es viel zum Thema Klima zu erfahren. Graue Theorie? Von wegen. Hier haben die Kinder wirklich etwas zu tun und freuen sich über die Angebote.
Klima-Kampagne
Lucie-Maria Rodemann war von Beginn an beteiligt an der Klima-Kampagne "Heiße Zeiten – Nimm das Klima in die Hand." Von daher war es auch schon immer geplant, einzelne Punkte der Kampagne, die im Oktober vorgestellt wurde, nach Dinslaken zu holen. Mehr Informationen im Internet unter www.heisse-zeiten.org
Rathaus, Stadthalle, Wochenmarkt
Im Rathaus lockt neben einem leckeren Frühstück besonders das Klimaquiz die jungen Besucher an. Wo leben eigentlich Pinguine und was essen sie am liebsten? Das war nur eine der Quizfragen. Auch hier von Langeweile keine Spur. Um ein Gewitter nachzumachen stehen die Kinder auf, schnippen und klatschen, um Regengeräusche zu erzeugen und trampeln für den Donner kräftig auf den Boden.
Auch auf dem Wochenmarkt sind die Nachwuchs-Klimaforscher unterwegs. Hier suchen sie an den Obst- und Gemüseständen nach heimischen Produkten, die nicht über weite Strecken transportiert werden müssen und damit das Klima weniger belasten. Wie das den Schülern gefällt? Zwischendurch dürfen die Kinder auch noch malen. "Sehr gut!" Da sind sich der 9-jährige Yannik und der 10-jährige Joshua einige. Beide gehen in die Klasse 4A der Moltkeschule. "Es ist auf jeden Fall besser als Schule", meint Yannik. Klar. Herumtoben und quasi nebenbei etwas über das Klima lernen – wer würde das nicht gerne machen. Der Ansicht ist auch Joshua. Ihm hat das Klimaquiz im Rathaus am besten gefallen. "Weil man dabei etwas lernen kann", sagt er. Yannik dagegen hat der Ausflug auf den Dinslakener Wochenamarkt begeistert. "Wir sind da überall gewesen und haben einiges gesehen", sagt er.
Alles nur eine Vorarbeit
Dabei sollen die Klimathemen nicht nur für einen Tag lang aufs Tapet kommen. Eine Nachbehandlung des Themenkomplexes soll nach dem Klimatag für eine Festigung des Wissens sorgen. "Wir würden uns freuen, wenn und noch mehr Anfragen von Vereinen aus Dinslaken und Umgebung bekommen würden", sagt Lucie-Maria Rodemann, Agenda-Beauftragte der Stadt. Daher soll es auch in Zukunft kleinere Aktionen zum Thema Klima in Dinslaken geben.
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