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Dinslaken: Herz-Jesu: Altar ist restauriert

VON MATTHIAS KNAUER - zuletzt aktualisiert: 05.12.2011

Dinslaken (RP). Weil der Hochaltar in der Oberlohberger Pfarrkirche Herz-Jesu von Schimmel befallen war, ist er aufwändig überarbeitet worden. So lange waren keine Messen möglich. Jetzt feierte die Gemeinde die Wiedereröffnung.

Diakon Michael Kowalski predigte über die Bedeutung der Weihnacht. Im Hintergrund der restaurierte Hochaltar.  Foto:  martin büttner
Diakon Michael Kowalski predigte über die Bedeutung der Weihnacht. Im Hintergrund der restaurierte Hochaltar. Foto: martin büttner

Drei Monate mussten die Gläubigen in Oberlohberg auf Messen in ihrer Kirche verzichten. So lange dauerte es, bis die Reparatur und Umbauarbeiten im Chor der Herz-Jesu-Kirche abgeschlossen waren. Am Samstagabend war es endlich so weit. Gemeinsam mit Pastor Gregor Kauling und Diakon Michael Kowalski feierten die Oberlohberger die Wiedereröffnung ihres Gotteshauses.

Weil die Belüftung nicht optimal war, musste der wertvolle Hochaltar restauriert werden. In den delikaten Schnitzarbeiten im oberen Teil des spätgotischen Altars, im so genannten Retabel, war Schimmel entdeckt worden. In den letzten drei Monaten wurden fehlende Teile des Retabels und der Predella, dem Mittelteil des Hochaltars, ersetzt. In mühevoller Kleinarbeit wurden Staub und Dreck von Hand entfernt.

Info

Neuer Pastor kommt

Verstärkung Pastor Gregor Kauling verkündete nach der Messe eine gute Nachricht für die Gemeinde. Am ersten Fastensonntag im neuen Jahr wird Pastor Barthel Kalscheuer das Seelsorgeteam verstärken.

Start Der bisher in Kalkar eingesetzte Pastor wird voraussichtlich am 26. Februar in Dinslaken sein Amt antreten.

Während der Planungen und Bauarbeiten, in enger Abstimmung mit dem Diözesanbaudirektor und der Kunstabteilung des Bistums Münster, waren weitere Arbeiten nötig geworden. So wurde unter die Mensa des Hochaltars, also unter dem untersten Podest, eine neue Sandsteinstufe eingebracht. Zudem wurde der eigentliche Altar, an dem heute die Messen zelebriert werden, wieder in den Chor erhoben. An die alte Stelle wurde nun eine neue Sandsteinplatte mit Sichtfenster eingelegt. Dort sind die Einlegereliquien, Gebeine von heiligen Märtyrern, in einem kleinen Kästchen zu sehen.

Nun erstrahlt der Chor in der Herz-Jesu-Kirche also in neuem Glanz. Schon kündigen sich neue Bauarbeiten an. Der Förderverein der Herz-Jesu-Kirche lässt in den nächsten Wochen das Taufbecken restaurieren, was nach der Weihnachtszeit einen neuen Platz in der Kirche finden wird.

Diakon Michael Kowalski forderte in seiner Predigt die Gläubigen dazu auf, sich die Zeit, Ruhe und Besinnung zu gönnen, die die Adventszeit ausmachen sollte. Wenn große Elektronikhändler damit werben, dass Weihnachten unter dem Baum entschieden werde, sei das ungewollt richtig. Nicht im Sinne des Konsumwahns und der Hektik der Vorweihnachtszeit, sondern dass unter dem Baum der Erlöser geboren wird und am Holzkreuz aus dem Baum für uns sterben wird.

Im Anschluss an die Messe waren alle Gemeindemitglieder zu einem kleinen Zusammensein ins Gemeindehaus eingeladen.

Quelle: RP


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