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Dinslaken: Hilfstransport für die Flutopfer

zuletzt aktualisiert: 06.09.2008

Dinslaken (RPO). Kaum haben die Menschen in der Pfarre Heilig Blut von den katastrophalen Auswirkungen der tagelangen Regenfälle in der Gegend um die rumänische Stadt Ronan erfahren, planen sie auch schon einen Einsatz, um den dortigen Familien, die jetzt vor dem Nichts stehen, zu helfen.

Info

Rumänienhilfe

Der Rumänienkreis der Pfarre Heilig Blut freut sich über jede finanzielle und ideelle Unterstützung, die für das Caritas-Team in Rumänien bestimmt ist. Die Konto-Nummer: 102017021 bei der Volksbank Dinslaken, BLZ 35261248, Stichwort „Rumänienhilfe“. Spendenquittungen werden umgehend zugestellt. Nähere Informationen auch über die Homepage von Heilig Blut: www.heilig-blut.de.

Das hat es in der rumänischen Moldau im äußersten Nordosten des Landes noch nie gegeben: In den letzten Juli-Tagen überfluteten riesige Wassermassen nach tagelangen Regenfällen alle Dörfer an den Flüssen Siret und Prut. Tausende Menschen wurden von Feuerwehr und Militär evakuiert. Ihre Häuser sind zu einem Großteil zerstört, weil sie aus Lehmziegeln gebaut sind, das Hab und Gut vieler Menschen ist vernichtet, die Trinkwasserbrunnen an den Strassen durch Fäkalien und im Wasser treibendes Öl verseucht und die komplette Ernte auf den Feldern verfault. Es hat ausgerechnet die arme und strukturschwache Gegend Rumäniens um die Stadt Roman herum schwer getroffen, der die Bevölkerung Dinslakens über den Rumänienkreis der Kirchengemeinde Heilig Blut und den Caritasverband vor Ort seit vielen Jahren bereits regelmäßige Hilfe zukommen lässt.

Familien stehen vor dem Nichts

Wie Pfarrer Cristian Galatanu, der Caritasdirektor von Roman, in einem persönlichen Gespräch mit seinen Freunden in Dinslaken berichtete, ist das Wasser inzwischen weitgehend abgepumpt und die Aufräumarbeiten haben begonnen. Aber die Folgen der Zerstörungen sind für die arme Bevölkerung eine existentielle Katastrophe. Etwa tausend Familien stehen buchstäblich vor dem Nichts. Einige wohnen in schrömmeligen Containern, die meisten notdürftig bei Verwandten und Freunden in höher gelegenen Orten der Nachbarschaft. Und der Winter steht vor der Tür.

Um den Menschen in dieser akuten Notlage helfen zu können, hat sich der Rumänienkreis Heilig Blut kurzfristig zu einem weiteren Hilfstransport entschlossen. Not-wendend im wörtlichen Sinne des Wortes und dringend gesucht sind: Kleidung, Kinderkleidung, Schuhe, Pampers für Kinder und Erwachsene, Körperpflegemittel, Bettwäsche, Handtücher, Pflegehilfsmittel, Waschmittel, Geschirr und Besteck, Töpfe und Pfannen.

Diese Hilfsgüter werden in der Zeit vo Montag bis Freitag, 8. bis 12. September, in Plastiksäcken verpackt (außer für Geschirr, Besteck, Töpfe und Pfannen bitte keine Koffer und Kartons) am Pfarrhaus Heilig Blut, Matthias-Claudius-Straße 8, entgegengenommen und in den blauen oder silbernen Anhänger gelegt, der dort steht.

Pfarrer Theo van Doornick bittet auch darum, den Transport finanziell abzusichern; wenn beispielsweise jeder, der seine Sachen zum Anhänger bringt, sich mit 10 oder 20 Euro dankenswerterweise an den hohen Transportkosten von 3000 Euro pro Sattelzug beteiligt und seinen Obulus in den Briefkasten des Pfarrhauses abgibt, könnte es ausreichend sein. Darüber hinausgehende Gelder werden vom Rumänienkreis zur Sozialstation der Caritas in Roman überwiesen, damit sie damit Lebensmittel und Pflegehilfsmittel für die armen und kinderreichen Familien preiswert vor Ort kaufen kann. Bei Angabe von Name und Anschrift wird umgehend eine Spendenquittung ausgestellt.

Quelle: RP

 
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