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Voerde: Hochwasserschutz genießt Priorität

VON HEINZ SCHILD - zuletzt aktualisiert: 28.04.2010

Voerde (RPO). An der Nato-Rampe am Rhein zwischen den Ortslagen Mehrum und Götterswickerhamm ist der Deich auf 150 Metern Länge abgetragen. Die Sanierung des Schutzwalls Mehrum II hat begonnen. Die Arbeiten werden bis Oktober nächsten Jahres dauern.

Minister Eckhard Uhlenberg (4. von links) besichtigte gestern die Baustelle am Rheindeich. Begleitet wurde er unter anderem von Bürgermeister Leonhard Spitzer (2. von rechts), Deichgräf Hans-Dieter Langenfurth (4.von rechts) und dem Abgeordneten Wolfgang Hüsken (links).  Foto: RPO
Minister Eckhard Uhlenberg (4. von links) besichtigte gestern die Baustelle am Rheindeich. Begleitet wurde er unter anderem von Bürgermeister Leonhard Spitzer (2. von rechts), Deichgräf Hans-Dieter Langenfurth (4.von rechts) und dem Abgeordneten Wolfgang Hüsken (links). Foto: RPO

Eckhard Uhlenberg informierte sich gestern vor Ort über den Stand der Arbeiten. Der nordrhein-westfälische Minister für Umwelt und Naturschutz bekräftige bei seinem Besuch in Voerde für die Landesregierung den hohen Stellenwert, den der Hochwasserschutz besitzt. Er sei von eminenter Bedeutung für die Sicherheit der Menschen sowie für die Sicherung von Sachwerten und genieße deshalb Priorität. Damit erklärte der Gast aus Düsseldorf auch das hohe finanzielle Engagement des Landes, das rund 9,1 Millionen Euro der anfallenden Gesamtkosten in Höhe von 13,9 Millionen Euro trägt.

Ein wichtiger Schritt

"Die Sanierung des Deiches Mehrum II ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes", sagte der christdemokratische Minister, der in Begleitung des hiesigen Landtagsabgeordneten Wolfgang Hüsken gekommen war. Bis 2015 will das Land rund eine Milliarde Euro in die Verbesserung des Schutzes vor Hochwasser investiert haben, die Gesamtkosten liegen bei etwa 1,2 Milliarden Euro.

Info

Drei Deichabschnitte

Der Deichverband Mehrum hat seine Hochwasserschutzanlagen im Verbandsgebiet in drei Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt der Ortslage Ork ist die Sanierung des Deiches abgeschlossen. Für den Abschnitt Mehrum ist mit den Bauarbeiten begonnen worden. Für den dritten Abschnitt Götterswickerhamm wurde der Beschluss des Deichstuhles zur Entwurfsplanung gefasst, so dass die Weichen für das Planfeststellungsverfahren aus Sicht des Deichverbandes gestellt wurden.

Eckhard Uhlenberg sieht es als wichtig an, bei den Menschen in Nordrhein-Westfalen das Problembewusstsein für einen funktionierenden Hochwasserschutz wachzuhalten, zumal die Überschwemmungsgefahr durch vermehrte Starkregenereignisse zunehme. Es gelte, das Wasser bereits im Landesinnern zurückzuhalten und dafür ausreichend Stauflächen vorzusehen, wie der Minister in Voerde weiter sagte.

Dem Deichverband Mehrum sagte der Minister auch für die geplante Sanierung eines weiteren Deichabschnittes seine Unterstützung zu. Und das hörten Deichgräf Hans-Dieter Langenfurth und Bürgermeister Leonhard Spitzer gern, zumal mit Fördergeldern für die Dorferneuerung Götterswickerhamm gerechnet werden kann, auf die die Kommune dringend angewiesen ist. Für die Zukunft steht die Sanierung des Deichteilstücks Mehrum III an. Die Vorarbeiten kommen nur zögernd voran, da die Bezirksregierung Düsseldorf mit anderen Projekten ausgelastet ist. Auch hier will Uhlenberg sich dafür einsetzen, dass es mit den Planungen vorangeht.

Warten auf Zuwendungsbescheid

Die Stadt Voerde rechnet für die nächsten Wochen mit einem Zuwendungsbescheid über 2,6 Millionen Euro für die Innenstadterneuerung aus dem Ministerium für Bauen und Verkehr, wie Bürgermeister Spitzer erklärte. Zudem hofft die Kommune auf zusätzliche Fördergelder aus dem Konjunkturprogramm, die von anderen Kommunen nicht abgerufen wurden. Entsprechende Anträge (für Sportplatzverlegung Friedrichsfeld, Schulzentrum Voerde-Süd) liegen bereits in der Schublade und können kurzfristig nach den Sommerferien eingereicht werden. "Hier in Voerde bewegt sich eine Menge", stellte der Bürgermeister fest, der zudem hofft, dass sich künftig in Friedrichsfeld Soldaten niederlassen, die in der Nachbarstadt Wesel stationiert sind.

Quelle: RP

 
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