Hünxe: Im Auftrag Gottes pilgern
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 29.06.2010Hünxe (RPO). Über 25 Kilometer führte die vierte Wallfahrt des Caritasverbandes für die Dekanate Dinslaken und Wesel von Schermbeck nach Lohberg. Bei 30 Grad traf das Motto "Unter Gottes Sonne wohl geborgen" zu.
"Unter Gottes Sonne wohl geborgen" lautete das Motto der vierten Wallfahrt des Caritasverbandes für die Dekanate Dinslaken und Wesel. Ein passenderer Slogan hätte nicht gewählt werden können, denn als sich die Truppe auf den langen Weg machen sollte, lachte die Sonne auch schon von einem wolkenlosen Himmel. Bei über 30 Grad pilgerten rund 200 Mitarbeiter der Caritas in der Gemeinschaft von Schermbeck nach Lohberg. An ihrer Spitze Direktor Michael van Meerbeck. "Die Stimmung ist trotz der Wärme gut, auch wenn die ersten Pilger schon aufgegeben haben. Solche Temperaturen hatten wir aber auch noch nie – und eine längere Strecke bisher auch noch nicht. Es werden 25 Kilometer", sagte van Meerbeck.
Austausch
Von den rund 800 Mitarbeitern des Caritasverbands nahm ungefähr die Hälfte über den Tag verteilt an der Wallfahrt teil. Es fand immer wieder ein Austausch an Pilgern statt, da nicht jeder Mitarbeiter den ganzen Tag in seiner Einrichtung fehlen konnte. Die Gruppe umfasste aber durchgehend rund 200 Leute.
Mit Wortgottesdienst begonnen
Der Tag begann mit einem Wortgottesdienst des Pfarrers Klaus Honermann von der Gemeinde Sankt Ludgerus aus Schermbeck. Danach setzte sich der Tross in Bewegung und machte bei den hohen Temperaturen an mehreren Station Rast – um sich wieder zu stärken und gegenseitig besser kennen zu lernen.
Der Sinn der Pilgerfahrt besteht nach Erklärung van Meerbecks darin, dass sich die Menschen untereinander begegnen und erfahren, welche Aufgabe jeder einzelne Caritas-Mitarbeiter im Verband übernimmt. "Insgesamt hat der Verband rund 800 Mitarbeiter, und auf den Wallfahrten trifft die Erzieherin auf die Krankenschwester, und beide tauschen sich aus." An den verschiedenen Raststationen gestalteten einzelne Fachbereiche des Verbandes außerdem für die Gruppe ein Programm und ermöglichten so zusätzliche Einblicke in die verschiedenen Tätigkeiten.
Die Wallfahrt ist für die Caritas-Mitarbeiter der Höhepunkt des Jahres, und es ist bei der Anmeldung schon vorgekommen, dass ganze Einrichtungen für den Tag schließen wollten, um vom Anfang bis zum Ende dabei sein zu können. "Es wird noch Wochen später über die Fahrt gesprochen, und sie vermittelt Geborgenheit. Wir sind im Auftrag Gottes unterwegs, und es ist für alle Teilnehmer immer eine ganz bereichernde Sache", weiß der Direktor, wenn an einem langen Tag die Beziehung zu Gott, zu sich selbst und zu der Gemeinschaft gestärkt wird.
Im Glauben bestärkt werden
Die Größe der Gruppe sieht van Meerbeck als Chance. Es seien Christen beieinander, die auf der Pilgerfahrt in ihrem Glauben bestärkt werden oder andere wieder neu zum Glauben einladen. "Vielleicht findet jemand in den Gesprächen wieder Zugang zur Kirche. Das wäre natürlich eine ganz tolle Sache", meinte van Meerbeck, bevor er sich auf das letzte Teilstück zur evangelischen Kirche nach Dreve-nack aufmachte. Dort gab es eine gemeinsame längere Mittagspause samt Essen, um die nächsten Kilometer bis nach Lohberg gestärkt anzugehen.
In der Marienkirche fand die Tour mit einem gemütlichen Beisammensein ihren Abschluss.
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