Dinslaken: Im Porsche auf die Rennpiste
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 06.07.2012Dinslaken (RP). Ingo Rübener ist ein absoluter Porschefan. Im Mai kaufte er einen alten 924er und macht diesen nun rennstreckentauglich. Sein Sohn Felix und Neffe Tim sollen im nächsten Jahr auf dem Nürburgring starten.
Kontakt
Wer Interesse hat, sich als Fahrer bei dem Projekt zu beteiligen, kann sich bei der Marathon Motorsport und Messen Rübener melden.
Ingo Rübener ist unter Tel. 02064 55943 oder per Fax an 02064 59554 zu erreichen. E-Mails an sonja.ruebener@t-online.de Geld muss niemand mitbringen. Das Projekt wird gesponsert.
Die Farbe erinnert eher an einen Ferrari und gefällt Ingo Rübener gar nicht. Der Porsche 924 steht in einer knallroten Lackierung in seiner Garage, doch an ihm konnte der Fan des Autoherstellers aus Zuffenhausen im Mai einfach nicht vorbeigehen und kaufte sich das Modell: "Es gibt nichts Besseres als Porsche zu fahren."
65 000 Kilometer hatte der 924er, Baujahr 1980, auf dem Tachometer. Bei einem Hubraum von zwei Litern steckten in dem Motor 125 PS. "Beim Porschetreffen auf der Trabrennbahn kam eine wirklich ältere Dame aus Altenkirchen zu mir, um das Auto zu verkaufen. Sie hatte damit im Jahr 2002 einen kleinen Unfall und stellte den Porsche in die Garage, wo er dann mehr oder weniger vergessen wurde", erinnert sich der Dinslakener.
Für schlappe 2000 Euro schlug Rübener zu und machte sich fortan ans Feintuning: Der noch immer bestehende Schaden wurde mit einem neuen Kotflügel und einer frischen Lackierung behoben. Motor, Getriebe und Fahrwerk wurden überarbeitet. "Es sind rund 25 PS hinzugekommen. Wie schnell das Auto in der Spitze fährt, weiß ich nicht, weil es noch nie ausgefahren wurde", erzählt Rübener. An die Grenzen sollen den 924er erst Sohn Felix und Neffe Tim bringen.
Sie sind zwei junge Fahrer Anfang der 20, mit denen Motorsportfanatiker Ingo Rübener das "924 Young-Driver-Projekt" bestreiten will. "Wir wollen im nächsten Mai beim Klassik-24-Stunden-Rennen an den Start gehen. Aber bis dahin wartet auf uns noch eine Menge Arbeit", meint Rübener, der nach einer ersten Probefahrt mit dem Porsche im Juni auf dem Nürburgring weitere Testfahrten einplant. "In drei Wochen wollen wir noch einmal auf die Grand-Prix-Strecke, im September müssen die Jungs zum Fahrerlizenzlehrgang, und vielleicht sind wir im Oktober beim Saisonfinale am Nürburgring auch am Start."
Für das Projekt ist Rübener auf der Suche nach einem dritten Fahrer. "Er sollte unter 24 Jahre alt sein und aus Dinslaken kommen. Vielleicht gibt es jemanden, der früher mal Kart gefahren ist und Lust hätte, mitzumachen."
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