Dinslaken: In der bunten Welt der Arbeit
VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 04.09.2008Dinslaken (RPO). An der Ernst-Barlach-Gesamtschule fand zum 13. Mal ein Berufemarkt statt. Nach der Eröffnung durch die Bürgermeisterin
präsentierten sich 50 Betriebe den Schülern, die sich an den Ständen fleißig informierten. Die Rheinische Post war auch dabei.Es wird geschoben, gedrängelt und miteinander gequatscht. Wie auf einem richtigen Obst- und Gemüsemarkt. Doch in der Aula und im Eingangsbereich der Ernst-Barlach-Gesamtschule werden an den 50 Ständen keine Waren angepriesen, sondern Berufe. Zum 13. Mal seit 1990 präsentierten sich Unternehmen unterschiedlicher Branchen, Institutionen und regionaler Bildungsträger den Schülern und allen Interessierten, um einen möglichst großen Einblick ihrer Ausbildung oder ihrer Weiterbildungsangebote zu geben.
Eröffnet wurde der Berufemarkt von Bürgermeisterin Sabine Weiss, die nur lobende Worte fand. „Das ist eine ganz tolle Einrichtung und mit 50 Ständen eine der größten der Region. Es ist eine mit großem Aufwand verbundene, hervorragende Sache, die von den jungen Menschen mit ihrem Interesse belohnt wird“, so das Stadtoberhaupt.
Jährlicher Wechsel
Der Berufemarkt findet im jährlichen Wechsel der Gesamtschule Dinslaken und Voerde statt, um es den Betrieben leichter zu machen, sich vorzustellen. Gestern waren somit die Schüler aus Voerde zu Gast beim EBGS, ebenso wie dasBerufskolleg. „Das Berufskolleg ist auch dabei, weil einige Schüler uns in diese Richtung verlassen. Der Übergang von der Schule in den Beruf hat für uns einen hohenStellenwert“, meinte Reinhard Schwarzkamp, Berufswahlkoordinator am EBGS.
Über den ganzen Tag verteilt durchliefen rund 1000 Schüler den „Marktplatz“ und informierten sich bei den Betrieben. Wissbegierig schauten sie den Arbeitern des Steinhoff-Kaltwalzen-Standes über die Schulter, versuchten sich selbst am „Dummy“ des Sankt-Vinzenz-Krankenhauses oder informierten sich am RP-Stand über Medienberufe. Bewaffnet mit einem Fragebogen wurden dann die Gesprächspartner der Betriebe mit Fragen gelöchert. „Die Schüler haben den Auftrag, sich über einen Stand genauer zu informieren. Welcher Ausbildungsgang wird angeboten, welche Voraussetzungen muss man mitbringen, wie bewerbe ich mich oder wie stelle ich den Kontakt her. Im Unterricht werden die Bögen dann ausgewertet“, erklärte Reinhard Schwarzkamp, Berufswahlkoordinator und Beratungslehrer des EBGS. An den Ständen hat der Lehrer schon ehemalige Schüler angetroffen, die jetzt für die Betriebe Rede und Antwort stehen. „Einige Schüler haben Hemmnisse Fragen zu stellen. Deshalb ist ganz wichtig, dass auch junge Auszubildene an den Ständen sind, um schneller Kontakt aufzunehmen“, so Schwarzkamp. Dass er dabei jetzt auf alte Bekannte trifft, freut ihn umso mehr: „Ich weiß nicht, ob es am Berufemarkt liegt. Aber eine ganze Reihe an ehemaligen Schülern sind in den Betrieben schon untergekommen.“
Dies ist aber auch kein Zufall, denn das EBGS fördert die Zusammenarbeit mit den Betrieben. Das Sankt-Vinzenz-Krankenhaus, die Stadtwerke Dinslaken sowie die Firmen Elspass, Steinhoff und Benteler sind Kooperationspartner der Schule. Auch die Zusammenarbeit des EBGS mit der Agentur für Arbeit verläuft reibungslos. „Ich kann nur bestens darüber berichten. Es läuft alles ganz prima“, sagte Schwarzkamp.
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