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Dinslaken: In Walsum sind die BEEREN-Kinder los

zuletzt aktualisiert: 11.10.2007

Dinslaken (RPO). walsum (bert) In Duisburg wurden 2005 rund 4500 Kinder eingeschult, von denen laut Kindergesundheitsbericht 711 übergewichtig oder fettleibig (adipös) waren. Bei weiteren 1625 stellten die Ärzte Störungen in den Bewegungsabläufen fest. Vor diesem Hintergrund startete die Walsumer Tagesstätte Kinderburg ein ehrgeiziges Projekt, das den Kindern einen gesünderen Start in das Schulleben ermöglichen möchte. Unterstütz wird das Projekt „BEEREN-Kinder“ von der AOK und der Techniker Krankenkasse, die das Konzept mit jeweils 5000 Euro fördern.

„Wir haben festgestellt, dass viele unserer Kinder nur schwer Zugang zu ihrem eigenen Körper haben und oft nicht unterscheiden können, was ihnen gut tut, und was nicht. Das wollen wir ändern“, beleuchtet Alexandra Ferranti, Leiterin der Kinderburg, das Grundprinzip hinter dem Projekt. Das Wort BEEREN steht dabei für die drei Bausteine, in die sich das Konzept gliedert: BEwegung, ERnährung und ENtspannung.

Neben den beiden Krankenkassen gewann die Kinderburg noch das Convalesco Therapiezentrum als Partner für das Projekt. Dessen Geschäftsführerin Michaela Hilgers beschreibt die Baustein: „In den ersten acht Wochen gibt es einen Bewegungsblock, in dem die Kinder in spielerischer Form ihren Körper kennen lernen. Dies gilt vor allem für einzelne Körperteile, da viele Kinder noch nicht stark sensibilisiert für tasten oder fühlen sind. Danach folgen je acht Wochen im Ernährungs- und Entspannungsblock, ehe ein weiterer Bewegungsblock folgt.“ Insgesamt läuft das Projekt über neun Monate, Ferienzeiten mit eingerechnet.

Nachhaltigkeit wichtiger Faktor

„Diese Nachhaltigkeit ist es auch, die die Krankenkassen besonders fördern“, stellt Ferranti einen weiteren wichtigen Aspekt des Konzeptes heraus. Schließlich sind viele andere Präventivmaßnahmen lediglich auf kurze Sicht angelegt, etwa Rücken-Schulungen für Kinder, die in der Regel maximal sechs Wochen andauern. Der zweite enorm wichtige Aspekt neben der Nachhaltigkeit ist in Augen Ferrantis die Qualitätssicherung. „Zum einen sorgen wir dafür, dass alle Abläufe Hand und Fuß haben. Zum anderen ist das Projekt nicht nach einem Jahr vorbei und vergessen, wenn die Kinder samt Eltern es akzeptieren“, so die Leiterin der Kinderburg. Denn die Eltern werden in alle Prozesse eng eingebunden, bekommen Materialien an die Hand, wie sie ihr Kind im Rahmen des Projektes unterstützen und auch selbst noch Maßnahmen ergreifen können. Und auch einzelne Spielformen werden gezielt erläutert, um den Sinn auch für die Zukunft begreiflich zu machen.

Quelle: RP

 
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