Dinslaken: Jeck auch ohne Prinzenpaar
VON FLORIAN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 20.11.2006Dinslaken (RPO). Mit Tanz und Gesang eröffnete der Dinslakener Karnevalsverein Blau-Weiß in der Kathrin-Türks-Halle die neue Session und ließ den Hoppeditz erwachen. Diesmal allerdings ohne ein neues Prinzenpaar.
DKV Blau-Weiß
Seit der Gründung am 11. November 1958 gibt es den Karnevalsverein Blau-Weiß Dinslaken, kurz DKV Blau-Weiß. Seither fördert der Verein das karnevalistische Treiben inder Stadt. Weitere Informationen zum DKV gibt es im Internet unter www.dkv-blau-weiss-dinslaken.de
„Hoppeditz wach auf!“, tönte es von der Bühne. Der Dinslakener Karnevalsverein (DKV) Blau-Weiß versuchte, den Erzschelm zu erwecken. Nach drei Versuchen war die Tanzgarde des DKV endlich erfolgreich. In der „Bütt“, welche die Form der Dinslakener Burg hatte, erschien in schwarz-weißer Kleidung Vereinspräsident Ludwig Wansing als Hoppeditz und verkündete seine Wünsche für die fünfte Jahreszeit. Diese steht beim DKV Blau-Weiß diesmal unter dem Motto „Vorhang auf, Bühne frei, DKV macht Narretei“.
Statt einer Rede ein Lied
Das war der Startschuss für das Programm des Abends. Dieses stand fast ganz im Zeichen von Musik und Tanz. So gab es schon vom amtierenden Kinderprinzenpaar, Prinz Tom I. (Mathenia) und Prinzessin Laura I. (Schranz) statt einer Rede ein Lied. „Ja, wir haben Glück bestellt, für die Kinder dieser Welt“, ertönte es statt „Marmor, Stein und Eisen bricht“ zur Musik des gleichnamigen Liedes von Drafi Deutscher. Auch Sängerin Mendy von den Marxloher Jecken begeisterte das Publikum zuerst mit einer akrobatischer Tanzeinlage und dann mit Gesang. Die Tanzgarde „Happy Girls“ entführte die Zuschauer mit Cowboyhüten und Westernmusik in den Wilden Westen.
Um das zu überbieten, musste sich der Duisburger Schlagersänger Michael Leuken schon anstrengen, doch gelang es ihm mit Liedern wie „Aber bitte mit Sahne“ und „Komm, hol das Lasso raus“ die Narren und Närrinnen zum Singen und Tanzen zu animieren. Eine ganz besondere Attraktion boten die Mitglieder des Hiesfelder Carneval Clubs (HCC). Sie heizten mit einer Playback-Show in Kostümen, die jenen der Stars nachempfunden waren, deren Lieder sie sangen, die Stimmung an. Dabei brachten sie es sogar fertig, zu „Polonaise Blankenese“ von Gottlieb Wendehals eine solche durch den Saal anzuführen.
Genau so komisch war die etwas abgewandelte Aufführung des „Schwanensee“ vom Männerballett der Hiesfelder Narren. Mit weißer Unterwäsche und eben so weißen Balettröcken ausgestattet, schwebten sie Pirouetten drehend über die Bühne. Außerdem glänzten auch die „Hupfdohlen“ der Dorstener Karnevalsgesellschaft, die Tanzgarde des DKV und besonders deren Synchrontanzpaar, Lisa Bröker und Katharina Eckhart, mit Tanzeinlagen.
Büttenredner Joseph Bienetreu als „Postzusteller“ rundete mit seinem Auftritt das festliche Programm ab. Auch wenn nur der Hoppeditz gefeiert, aber kein neues Prinzenpaar proklamiert wurde, war es eine gelungene Eröffnung der neuen Karnevalssession.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




