Voerde-Spellen: Kampfhund: Polizei in 18 Minuten am Tatort
zuletzt aktualisiert: 24.07.2008Voerde-Spellen (RPO). Die Kreispolizeibehörde Wesel wehrt sich gegen Martin Kusters Vorwurf, die Beamten seien bei der Kampfhundattacke in Spellen nicht schnell genug am Tatort gewesen. Innerhalb von 18 Minuten sei ein Wagen der Polizei aus Wesel in Spellen gewesen, erklärte Josef Wißen, Sprecher der Kreispolizeibehörde.
Das habe die Auswertung der elektronischen Erfassung ergeben. In die 18 Minuten sei bereits das Telefongespräch mit der Polizei eingerechnet. „Um 17.03 Uhr erreichte uns der Anruf“, so Wißen. „Um 17.21 Uhr war das erste Fahrzeug da.“ Zwar sei der kurz danach eingetroffene Voerder Wagen näher dran gewesen. Er konnte aber wegen der Aufnahme eines Verkehrsunfalls nicht nach Spellen fahren. Zudem habe wegen des Berufsverkehrs Hochbetrieb auf den Straßen geherrscht.
Der Polizeipressesprecher bleibt in der Frage, ob der Kampfhund den Radfahrer verfolgt habe, bei seiner Darstellung. Kuster, Sprecher der Vereinigten Wählergemeinschaften im Weseler Kreistag, hatte gestern in einer Pressemitteilung erklärt, ihm gegenüber habe die Kreispolizeibehörde „in einem persönlichen und offenen Gespräch mitgeteilt“, dass „mittlerweile tatsächlich von einer Verfolgung eines Radfahrers durch den Pitbull auszugehen sei“. „Dies lässt leider den Verdacht aufkommen, dass die Behörden den Vorfall verharmlosen wollen“, so Kuster.
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