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Dinslaken: Kitas: Für die Kommunen wird's teuer

VON JÖRG WERNER - zuletzt aktualisiert: 29.07.2009

Dinslaken (RPO). "Endlich", werden viele betroffene Eltern die Nachricht kommentiert haben, dass der Streik in den kommunalen Kindertagesstätten beendet ist. In Dinslaken, Voerde und Hünxe freilich gab's keine betroffenen Eltern, weil hier nicht gestreikt wurde.

Die Betroffenheit über den Tarifabschluss für die Erzieherinnen und Erzieher und, was gelegentlich übersehen wird, für die Sozialarbeiter könnte sich allerdings bald einstellen. Denn er kommt die Kommunen teuer zu stehen.

Rund 200.000 Euro muss die Stadt Dinslaken laut Pressesprecher Horst Dickhäuser beim Gehalt für die Erzieherinnen und Erzieher in ihren städtischen Kindertagesstätten draufpacken. Und das, wo die Politik gerade erst beschlossen hat, das dritte Kindergartenjahr in Dinslaken beitragsfrei zu machen, was mit Mindereinnahmen von 500.000 Euro zu Buche schlägt.

Dennoch geht zurzeit niemand davon aus, dass jetzt eine Diskussion über die Anhebung der Elternbeiträge beginnt – schon gar nicht vor der Wahl. Offen ist allerdings, wie die Mehrausgaben finanziert werden sollen. Die Frage beispielsweise ist, ob das Land seinen Teil der Finanzierung der Kindertagesstätten anpasst, was die Kommunen entlasten würde.

"Wir haben zurzeit ja nur den Tarifabschluss vorliegen. Der zieht natürlich etliche Fragen nach sich. Heute seriöse Antworten darauf zu geben, ist nicht möglich", meinte Dickhäuser.

Viele offene Fragen sieht auch der in Voerde für die Kindertagesstätten zuständige Beigeordnete Egon Dames. Nach den bisherigen Erfahrungen ist er allerdings skeptisch, dass sich das Land an den erhöhten Personalausgaben beteiligt. Voerde hat zwei Kindergärten in eigener Regie und vier, die die Stadt mit dem Verein "Pro Jugend" betreibt.

Allein für die beiden städtischen Einrichtungen geht Dames – grob gerechnet – von rund 75.000 Euro Mehrkosten aus. Um die Kosten des Tarifabschlusses genau zu berechnen, fehlen ihm nähere Informationen.

Auf die wartet auch Hünxe, wie Kämmerer Hans-Joachim Giersch berichtete. "Wir müssen noch rechnen", sagte er und kann noch nicht einschätzen, wie sich der Tarifabschluss auf den Haushalt der Gemeinde auswirkt.

Quelle: RP

 
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